16.09.2014 | Unternehmen

Amtsgericht Bonn hebt Insolvenzverfahren gegen IVG auf

IVG: Im Rahmen der Sanierung um 2,2 Milliarden Euro entschuldet
Bild: IVG Immobilien AG

Das Amtsgericht Bonn hat das Insolvenzverfahren gegen die Immobiliengesellschaft IVG aufgehoben, wie das Unternehmen mitteilt. Nach einer finanziellen und operativen Neuausrichtung sei die Gesellschaft wieder "solide und kapitalmarktfähig", so Vorstandsmitglied Hans-Joachim Ziems, der seinen Posten niederlegen wird. Neuer IVG-Chef wird Ralf Jung.

Damit hat die angeschlagene IVG Immobilien AG ihre Sanierung erfolgreich abgeschlossen. Die wichtigste Aufgabe, die Liquidation zu verhindern, sei geglückt.

Vor einem Jahr hatte das Unternehmen wegen Überschuldung die Eröffnung eines sogenannten Schutzschirmverfahrens beantragt und durchlief ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung. Die Gesellschaft, die in den Bereichen Büroimmobilien, Fonds und Vorratsspeicher für Öl und Gas (Kavernen) aktiv ist, war um rund 2,2 Milliarden Euro entschuldet worden. Dabei wurden die Gläubiger des Unternehmens durch einen Tausch von Schulden in Anteilsscheine (debt-to-equity) zu Eigentümern. Zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens wurde der frühere Vorstandschef der NRW.Bank, Dietmar Binkowska, gewählt.

Nachdem das Unternehmen zuvor schon seine 550 Arbeitsplätze im Zuge einer Neuordnung der Geschäftsbereiche auf 400 reduziert hatte, seien durch die Sanierung weitere 80 Jobs entfallen. Mit dem Abschluss der Sanierung geht auch die Arbeit von Ziems bei der IVG zu Ende. Die Weichen für einen personellen Neuanfang an der Spitze hatte das Unternehmen schon im vergangenen Juli gelegt.

Neuer Vorstandschef soll demnach Ralf Jung werden, der unter anderem Chef der Allianz Alternative Assets Holding und Vorstandsmitglied der Dresdener Bank war. Seit gut zwei Monaten ist er als Berater an Bord der IVG.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Insolvenzverfahren

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