23.08.2012 | Bericht

Inter Ikea dementiert Hamburger Wohnbaupläne

Wohnst Du noch oder lebst Du schon? In diesem Schuppen wurde das Ikea-Imperium gegründet
Bild: Inter Ikea Systems B.V.

In London treibt eine Immobilientochter von Inter Ikea gerade ein Wohnungsbauprojekt voran. Das "Hamburger Abendblatt" berichtete von ähnlichen Plänen der Ikea-Schwester in Hamburg. Dieses Vorhaben dementierte nun ein Sprecher im selben Blatt: Es gebe keine konkreten Pläne.

"Weder für Hamburg noch für eine andere Stadt in Deutschland", wie Harald Müller, Manager bei der Ikea-Immobilien-Tochter Landprop, im "Abendblatt" (Donnerstag) betont. Hamburg hat wie München, Frankfurt oder Stuttgart großen Bedarf an neuem Wohnraum. Die Stadt wächst, sie hat inzwischen wieder mehr als 1,8 Millionen Einwohner, die Immobilienpreise steigen.

Kienscherf: "Wahnsinnige Spekulationen"

Der SPD-Senat unter Bürgermeister Olaf Scholz will 6.000 Wohnungen pro Jahr bauen. Mit der Hafencity hat Hamburg Erfahrung mit der Erfindung eines neuen Stadtteils. Die ehemalige Speicherstadt ist Vorzeigeprojekt. Weitere Flächen sollen nun bebaut werden, etwa im Zentrum Altonas, wo sogar die Verlegung des Bahnhofs geprüft wird.

Trotzdem reagiert die Stadt auf die Ikea-Idee mit Zurückhaltung. Man habe erst aus der Zeitung davon erfahren, eine konkrete Anfrage gebe es nicht, heißt es bei den zuständigen Behörden. Investoren seien in Hamburg zwar immer herzlich willkommen, versichert der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Dirk Kienscherf. Doch zunächst müsse Ikea die Daten offenlegen. Bis jetzt gebe es nur "wahnsinnige Spekulationen".

Schlagworte zum Thema:  Immobilienunternehmen, Stadtentwicklung

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