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Ikea-Stadtmöbelhaus in Hamburg feiert Richtfest

Beim City-Möbelhaus handelt es sich um ein Pilotprojekt von Ikea
Bild: Helmut Stettin/Ikea

Das erste innerstädtische Möbelhaus von Ikea hat in Hamburg-Altona Richtfest gefeiert. Die Eröffnung ist für den 30.6.2014 geplant. Die Verkaufsfläche wird 18.000 Quadratmeter betragen, dazu kommen vier Parkdecks.

Es handelt sich um ein Pilotprojekt des schwedischen Unternehmens, das seine Standorte traditionell in Randlagen hat. Das anfangs umstrittene neue Kaufhaus liegt in Altona an der Haupteinkaufsstraße Große Bergstraße. Diese war heruntergekommen, graue Betonklötze prägten einst dort das Bild. Rund 280 Bauarbeiter sind auf der Baustelle im Einsatz, im Januar sollen 70 dazukommen. Die Investitionen sollen sich auf mehr als 80 Millionen Euro belaufen.

Nach der Eröffnung erwartet der Einzelhandel auch Impulse für umliegende Läden. "Das kann für das Umfeld nur spannend werden. Wenn es gut läuft, wird das wie eine Frischzellenkur", sagte der Sprecher der Hamburger Branche, Wolfgang Linnekogel. Er hofft, dass Kunden des "Frequenzbringers" Ikea auch die umliegende Gastronomie, Lebensmittel- oder Bekleidungsgeschäfte nutzen werden. Für das Kaufhaus erwartet Ikea durchschnittlich 5.000 Besucher täglich, an Wochenenden deutlich mehr.

Um einem von Kritikern befürchteten Verkehrsinfarkt vor Ort vorzubeugen, will der Standort unter anderem Leihtransporter, Möbeltaxen und Transportfahrräder anbieten. Die Parkdecks des neungeschossigen Gebäudes halten 730 Parkplätze vor. Ikea setzte zuletzt rund 3,9 Milliarden Euro im Jahr bundesweit um, das sind 14 Prozent der Konzernerlöse. Der Möbelanbieter hat im Norden auch Projekte in Lübeck und Bremerhaven in Bau und Planung.

Schlagworte zum Thema:  Projektentwicklung, Möbelhaus

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