| Elbphilharmonie

Hochtief und Hamburg einigen sich auf den Weiterbau

Jetzt wird auch das Saaldach der Elbphilharmie nachgerüstet
Bild: Lisa Schwarz ⁄

Nach acht Monaten Stillstand bewegt sich wieder etwas auf der Hamburger Baustelle: Die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief haben sich kurz vor Ablauf eines zweiten Ultimatums auf den Weiterbau des Konzerthauses geeinigt. Mitte 2015 soll das Gebäude fertig sein.

Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) hat alles auf eine Karte gesetzt: Sollte Hochtief die Arbeiten am Dach des Konzertsaals der Elbphilharmonie nicht wieder aufnehmen, drohte die Stadt mit der Kündigung "aller Verträge". Kurz vor Ablauf eines zweiten Ultimatums lenkte der Essener Baukonzern ein. Damit können die Bauarbeiten nach acht Monaten Stillstand endlich weitergehen. Neuer Fertigstellungstermin soll nun Mitte 2015 sein.

"Mit der Vereinbarung konnten wir einen Geburtsfehler des Projektes beheben: Künftig werden die Abstimmungsprozesse deutlich vereinfacht, da Generalplaner und Generalunternehmer die Planungen gemeinsam fertigstellen werden", sagte Kisseler am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mit Hochtief.

Danach haben sich beide Partner zudem auf einen Zeitplan und auf ein Schiedsgerichtsverfahren geeinigt. Hochtief werde das Saaldach nachrüsten und es zusammen mit der Fassade innerhalb eines Jahres fertigstellen. Sämtliche Planungen insbesondere für die Gebäudetechnik sollen Hochtief und die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron zusammen erstellen.

Seit Jahren streiten sich die Stadt und Hochtief um das spektakuläre Bauwerk. Zunächst sollte das Konzerthaus 77 Millionen Euro kosten und im Jahr 2010 fertig sein. Mittlerweile liegen die Kosten für den Steuerzahler bei mindestens 323 Millionen Euro. Die Eröffnung wird jetzt wohl erst im Jahr 2016 sein.

Schlagworte zum Thema:  Projektentwicklung, Elbphilharmonie

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