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Hochtief sucht weiter Käufer für Flughäfen

Der Essener Baukonzern Hochtief sucht weiter nach einem Käufer für seine Flughafen-Sparte. Der Verkauf bleibe ein strategisches Ziel, sagte Vorstandschef Frank Stieler der "Rheinischen Post" (Samstag).

Hochtief wolle sich von der ganzen Sparte trennen und nicht einzelne Flughafenbeteiligungen verkaufen. Der französische Baukonzern Vinci habe gerade erst sein Interesse bestätigt. Hochtief hatte gehofft, den Verkauf noch im Jahr 2011 abschließen zu können.

Die gesamtwirtschaftliche Situation habe aber Auswirkungen auf das Bieterverfahren, sagte Stieler. "Ein Paket im Milliardenwert ist derzeit für jeden Investor eine komplexe Finanzierungsaufgabe." Hochtief hält Beteiligungen an sechs Flughäfen, darunter Düsseldorf, Hamburg und Sydney.

Keine Bauten wie die Elbphilharmonie mehr

Nach dem Debakel beim Bau der Elbphilharmonie in Hamburg will sich Hochtief nicht mehr an vergleichbaren Projekten beteiligen. Man werde das Konzerthaus zu Ende bauen, sagte Stieler der "Rheinischen Post". Doch man werde sich in Zukunft nicht wieder auf komplexe Projekte mit der öffentlichen Hand einlassen, die beim Baustart noch nicht fertig geplant seien.

Für die Kostenexplosion sei nicht Hochtief verantwortlich, betonte Stieler. Ursache seien die ständigen Nachplanungen und Zusatzwünsche der Architekten und des städtischen Bauherrn. Außerdem fehle in Hamburg die zentrale Steuerung.

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