31.07.2014 | Unternehmen

Hochtief steigert operativen Konzerngewinn um 38 Prozent

Marcelino Fernández Verdes
Bild: Hochtief AG

Der Dienstleistungskonzern Hochtief hat im ersten Halbjahr 2014 das operative Vorsteuerergebnis um elf Prozent auf 296 Millionen Euro gesteigert. Der operative Konzerngewinn stieg um 38 Prozent auf 116 Millionen Euro. 

Hochtiefchef Marcelino Fernández Verdes führt die Zahlen auf die strategische Neuausrichtung zurück.

Der berichtete Konzerngewinn betrug 100,5 Millionen Euro. Dies stellt einen Rückgang um 20 Prozent dar. Im ersten Halbjahr 2013 waren positive Netto-Einmaleffekte von 42 Millionen Euro enthalten.

Die solide Geschäftsentwicklung zeigt sich auch bei der Leistung und den Neuaufträgen: Der Auftragseingang lag auf vergleichbarer Basis um fünf Prozent über dem Vorjahreswert. Auch die Leistung ist auf vergleichbarer Basis im ersten Halbjahr 2014 um fünf Prozent gestiegen. Der Auftragsbestand beträgt nahezu 40 Milliarden Euro.

Strategische Neuausrichtung in den Divisions

Nachdem die Umstrukturierung in den Divisionen Americas und Europe fast abgeschlossen ist und bereits erste Erfolge bringt, liegt der Hauptfokus aktuell auf Leighton, wo Hochtief die Beteiligung vor Kurzem auf knapp 70 Prozent erhöht hat.

Die Struktur von Leighton wird einer umfangreichen Umstrukturierung unterzogen und das Geschäft künftig in vier operativen Geschäftseinheiten „Construction“, „Mining“, „Public Private Partnership“ und „Engineering“ gebündelt.

Neue Großaufträge über Leighton
Auch im zweiten Quartal hat Hochtief neue Großaufträge akquiriert: In Hongkong realisiert Leighton Asia die Zollabfertigung beim Großprojekt Hong Kong–Zhuhai–Macao-Bridge. Der Auftrag hat ein Volumen von 759 Millionen Euro.

Ein Konsortium unter der Führung von Leighton Contractors und John Holland wurde als bevorzugter Bieter für das größte PPP-Bahnprojekt in Australien ausgewählt. Die US-Tiefbautochter Flatiron verzeichnete im ersten Halbjahr 2014 einen Auftragseingang ähnlicher Größenordnung wie im gesamten Jahr 2013. Das Unternehmen erhielt unter anderem in North Carolina einen Auftrag im Wert von 90 Millionen Euro, eine Autobahn mehrspurig zu planen und auszubauen.

Zu den größten Neuaufträgen der Division Hochtief Europe, deren Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 30 Prozent anstieg, gehören ein großes Los zum Bau eines Wasserkraftwerks in Österreich (132 Mio. Euro), der Ausbau des U-Bahnnetzes in Kopenhagen (150 Mio. Euro) und die Erweiterung der Autobahn 7 von Hamburg nach Schleswig-Holstein auf der Basis eines PPP-Vertrags.

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