21.03.2014 | Unternehmen

Gläubiger und Aktionäre stimmen IVG-Insolvenzplan zu

Die IVG-Aktionäre stimmten dem Insolvenzplan mit 56,93 Prozent der Stimmen zu
Bild: IVG Immobilien AG

Gläubiger und Aktionäre des angeschlagenen Immobilienunternehmens IVG haben dem Insolvenzplan zugestimmt. Jetzt brauche es noch die Bestätigung durch das Insolvenzgericht, so der Bonner Konzern. Das Unternehmen geht derzeit davon aus, dass eine Aufhebung des Insolvenzverfahrens im dritten Quartal 2014 erfolgen kann.

Die Gläubiger stimmten dem Plan insgesamt mit 99,47 Prozent zu, die Aktionäre mit 56,93 Prozent der Stimmen. Alle im Zuge des Insolvenzplanverfahrens gebildeten Gruppen stimmten dem Insolvenzplan zu. Innerhalb der einzelnen Gruppen wurde der Insolvenzplan von den Gläubigern beziehungsweise Aktionären entweder einstimmig oder mit überwiegender Mehrheit angenommen. 

Der Insolvenzplan sieht die Zahlung einer Insolvenzquote von mindestens 60 Prozent an nicht nachrangige unbesicherte Gläubiger vor. Das Bezugsrecht der Altaktionäre bei den nach einer Kapitalherabsetzung auf Null vorgesehenen Kapitalerhöhungen wurde ausgeschlossen. Für Nachranggläubiger wurde im Insolvenzplan keine Regelung getroffen.

Nach erfolgter Bestätigung des Insolvenzplans durch das Gericht und anschließender Rechtskraft ist die Durchführung der Kapitalmaßnahmen für die Mitte des Jahres 2014 vorgesehen. 

Die IVG gehört zu den großen Immobilienunternehmen in Europa mit einem verwalteten Vermögen von 20 Milliarden Euro. Der Konzern hatte sich unter anderem mit Großobjekten wie "The Squaire" am Frankfurter Flughafen übernommen und Schulden in Milliardenhöhe aufgetürmt.

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