21.05.2013 | Unternehmen

Gewoba erwirtschaftet Überschuss von 33,9 Millionen Euro

Gewoba-Zentrale in Bremen
Bild: Gewoba

Die Gewoba AG Wohnen und Bauen hat im Geschäftsjahr 2012 einen Jahresüberschuss von 33,9 Millionen Euro erwirtschaftet. Aus dem Bilanzgewinn von 17 Millionen Euro (Vorjahr: 17,4 Mio. Euro) soll eine Dividende in Höhe von 15,8 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Mit einer Eigenkapitalquote von 30,2 Prozent (Vorjahr: 28,5 Prozent) steht die Gewoba finanziell auf soliden Füßen, heißt es in der Unternehmensmitteilung. Der Jahresüberschuss in Höhe von 33,9 Millionen Euro liegt dabei um knapp eine Million Euro unter dem Vorjahresergebnis.

Wohnimmobilien steuern weniger zum Gesamtergebnis bei

Grund für den Rückgang seien außerplanmäßige Abschreibungen auf neu bewertete Grundstücke und Gebäude, ein geringeres Beteiligungsergebnis sowie höhere Personal- und Zinsaufwendungen. Während das Kerngeschäftsfeld Wohnimmobilien aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen auf Grundstücke und Gebäude rund 1,6 Millionen Euro weniger als im Vorjahr zur guten Gesamtbilanz beisteuerte, hielten die Geschäftsfelder Immobilienvertrieb, Eigentumsverwaltung und Stadt- und Quartiersentwicklung ihre Ergebnisse. Besonders erfolgreich war im vergangenen Jahr der Immobilienvertrieb.

Mietpreise leicht gestiegen

Mit einer Leerstandsquote von 0,65 Prozent im Gesamtbestand herrscht nahezu Vollvermietung. Die Mieterfluktuation hat sich mit 11,74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. In Bremen stehen 0,31 Prozent der Wohnungen frei – technischer Leerstand meist aufgrund von Mieterwechseln oder Umbauarbeiten. Auch der Standort Bremerhaven entwickelt sich weiter positiv in Richtung Vollvermietung: Erstmals seit dem Jahr 1996 stehen in der Seestadt weniger als zwei Prozent der Wohnungen leer (1,95 %).

In 2012 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete für eine Gewoba-Wohnung bei 5,05 Euro pro Quadratmeter (Bremen: 5,24 Euro/m²; Bremerhaven: 4,25 Euro/m²).

Hohe Investitionen in Energieeffizienz

Die gute Wohnqualität ist auch der Verdienst der Investitionsstrategie des Unternehmens: Durchschnittlich investiert die Wohnungsgesellschaft 120 Euro pro Quadratmeter in die energetische Optimierung der Gebäudehülle. Insgesamt 65,7 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr in energetische Maßnahmen (Heizungsanlagen, Fassadendämmung), die Instandhaltung der Gebäude und den Abbau von Barrieren. Zudem erhielten 1.160 Wohnungen neue Bäder.

65 Prozent des Wohnungsbestands sind nach Angaben des Unternehmens bereits energetisch modernisiert, in der Vahr sind es rund 80 Prozent.

Neubau-Aktivität nimmt zu

Zum 31.12.2012 bewirtschaftete die Gewoba 41.776 eigene Wohnungen, 135 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Der Rückgang, bedingt durch die erfolgreichen Privatisierungen, wurde durch Ankäufe nur teilweise kompensiert. Neu im Portfolio sind 88 Wohnungen in Vegesack, eine Seniorenwohnanlage mit 54 Einheiten in der Vahr sowie drei Wohnungen in Findorff. Zusätzlich stellte das Unternehmen einen Neubau für nachbarschaftliches Wohnen mit 40 Einheiten in Hastedt fertig.

Das Wohnungsgemenge will das Unternehmen weiter entwickeln und hat im vergangenen Jahr mit dem Bau von 110 Wohnungen begonnen.

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