Der Bau des Gewa-Tower macht weiter Probleme – jetzt macht ein möglicher Investor einen Rückzieher Bild: GEWA

Vor drei Jahren hatte die Projektgesellschaft "Gewa 5 to 1" den Gewa-Tower vorgestellt: Ein 107 Meter hoher Wohnturm sollte bis 2016 in Fellbach bei Stuttgart entstehen – es wäre der dritthöchste Deutschlands. Dann folgte die Pleite und der Baustopp. Nun hat ein möglicher neuer Investor sein Kaufangebot überraschend zurückgezogen, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Ilkin Bananyarli mitteilte.

Es werde eine Lösung mit einem weiteren Interessenten vorangetrieben, um den Bau des Wohnturms mit 34 Etagen doch noch zu vollenden, so Bananyarli von der Pluta Rechtsanwalts GmbH. Als im Herbst 2016 die Bauarbeiten wegen der Insolvenz "Gewa 5 to 1" gestoppt worden waren, waren 21 der 66 Eigentumswohnungen noch nicht fertig.

Gewa-Tower: Pfusch am Bau?

Das Gebäude soll erhebliche Baumängel haben, die „zum Teil irreparabel und sicherheitsrelevant“ seien, wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten. Die Rede ist unter anderem von mangelhaftem Brandschutz.

Angegliedert an das Hochhaus wird auch ein Hotel. Ein entsprechender Pachtvertrag wurde mit der Nordic Hotels AG für eine Laufzeit von 20 Jahren geschlossen. Mit dem Vorverkauf der Wohnungen und dem Hotelpachtvertrag sei ein Großteil der Baufinanzierung abgesichert, hieß es vor drei Jahren. Für Investoren sollte der Pachtvertrag ein wichtiges Sicherheitselement sein.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Projektentwicklung, Hotelimmobilie

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