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Gagfah hält an Gewinnprognose fest

Gagfah-Wohnungen in Magdeburg: Ein wesentlicher Teil des Gewinns wird in den Bestand investiert
Bild: U. Kneise/Archiv Gagfah

Der Immobilienkonzern Gagfah hat zwar im 1. Halbjahr 2013 weniger verdient, der FFO (ohne Verkauf) sank von 49,8 auf 47,7 Millionen Euro. Er hält aber an der FFO-Prognose fest. Ausgegangen wird von einem Wachstum von fünf bis zehn Prozent, resultierend aus einer verbesserten Kapitalstruktur.

Nach der Refinanzierung von mehr als drei Milliarden in der ersten Jahreshälfte hat das Unternehmen am 22. Juli das "Acquisition 1"-Darlehen in Höhe von 146,7 Millionen Euro vollständig getilgt. Der aktuelle Zinssatz aller Finanzverbindlichkeiten liegt bei 3,54 Prozent und damit deutlich unter dem Wert von 4,35 Prozent am Ende des vergangenen Jahres. Die Refinanzierung war unter anderem durch die jüngste Kapitalmaßnahme möglich, bei der dem Unternehmen Nettoerlöse von 176 Millionen zuflossen.

Einen wesentlichen Teil der Einsparungen aus den niedrigeren Zinskosten wird die Gagfah in den Bestand investieren und damit die operative Ertragskraft steigern. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die positiven Effekte bereits in der zweiten Jahreshälfte zeigen und ab 2014 dann vollständig greifen werden.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schrumpfte um knapp fünf Prozent auf 166,3 Millionen Euro. Die Leerstandsquote ging von 5,3 Prozent Ende des ersten Quartals auf 5,1 Prozent Ende des zweiten zurück. Die Mieteinnahmen aber sanken. Dahinter steckt, dass Gagfah im Laufe des ersten Halbjahres rund 1.000 Wohnungen verkaufte. Das brachte zwar 88,3 Millionen Euro in die Kassen, der Bestand an Wohnungen schrumpfte aber und damit auch die Mieteinnahmen. Da konnte ein Plus bei der Nettokaltmiete im Vergleich zum Jahresende 2012 um zwei Cent auf 5,17 Euro den Rückgang nur bremsen.

Vor dem Hintergrund der bereits abgeschlossenen Finanzierungen und ohne Berücksichtigung weiterer Einsparpotenziale aus den noch anstehenden Refinanzierungen erwartet das Unternehmen für 2014 einen Anstieg des FFO je Aktie von mindestens 25 Prozent. Etwa zwei Drittel davon stammen aus den niedrigeren Zinskosten und ein Drittel aus einer gesteigerten operativen Performance.

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