| Frankfurt am Main

Fluchtgefahr: S&K-Immobilienbetrüger bleiben in U-Haft

Die Firmengründer sitzen seit Februar 2013 in Untersuchungshaft
Bild: Haufe Online Redaktion

Sechs der sieben mutmaßlichen Betrüger um die Immobiliengesellschaft S&K bleiben in Untersuchungshaft. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt jetzt entscheiden. Die erneute Haftprüfung fand fast zwei Jahre nach der Großrazzia gegen die Gruppe statt.

Von den sieben Hauptverdächtigen wurde lediglich ein 50 Jahre alter Rechtsanwalt nach 21 Monaten unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt, wie das Gericht mitteilte.

Er muss seine Ausweise abgeben, sich wöchentlich bei der Polizei melden und eine Kaution von 100.000 Euro hinterlegen. Eine weitere Untersuchungshaft wäre bei ihm laut OLG nicht verhältnismäßig.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat in dem Verfahren eine Anklage noch in diesem Jahr angekündigt. Die Firmengründer sitzen mit vier mutmaßlichen Komplizen seit dem 19. Februar 2013 in Untersuchungshaft. Sie stehen unter dem Verdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges und teilweise auch der schweren Untreue.

Den von der Gruppe mittels eines Schneeballsystems angerichteten Schaden hat die Anklagebehörde früher auf rund 200 Millionen Euro beziffert. Tausende Anleger sind betroffen.

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