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Potsdam: Filmpark Babelsberg will für 50 Millionen Euro einen Campus bauen

Im Norden des Filmparks Babelsberg soll ein neuer Campus entstehen.
Bild: Filmpark Babelsberg

Im Norden des Filmparks sollen auf 25.000 Quadratmetern ein Campusbereich mit bis zu 400 Studentenwohnungen, Apartmenthäuser für wissenschaftliche Mitarbeiter und ein Gewerbebereich mit Einkaufsgelegenheiten für die 2.500 Mitarbeiter der Medienstadt Babelsberg entstehen. Das kündigte Filmparkchef Friedhelm Schatz heute an.

Schatz schätzt die Investitionssumme für das Campus-Areal auf mehr als 50 Millionen Euro. Baurecht bestehe bereits. In zwei bis drei Jahren rechnet der Filmparkchef mit der Fertigstellung. Zahlen zum Hotelprojekt nannte er nicht. Etwa 200 Zimmer sollen in direkter Nachbarschaft der Metropolishalle entstehen. "Das Hotel soll unser Kerngeschäft im Filmpark weiterankurbeln", betonte Schatz.

Jährlich kommen etwa eine halbe Million Besucher nach Babelsberg. Außerdem plant Schatz auch einen Ausbau seiner Westernstadt El Dorado im uckermärkischen Templin. In direkter Nachbarschaft sind ein Feriendorf mit 50 Häusern im Wildwest-Look sowie eine Hotelanalage geplant.

Die Berliner Straße muss weichen 

Für das Campusprojekt muss die Filmkulisse des Studio Babelsberg, die Berliner Straße, weichen. "Am Jahresende läuft die Baugenehmigung aus und kann auch nicht mehr verlängert werden", bestätigte Studio-Sprecher Eike Wolf. "Die Gespräche laufen bereits, an anderer Stelle ein modernes Außenset neu zu errichten, wo dann Green-Screen- und Virtual-Backlot-Aufnahmen möglich sind."

Lange Tradition als Medienstandort 

Der Filmpark knüpft an die lange Tradition des Medienstandorts an. Er liegt auf dem Gelände des über 100 Jahre alten Filmstudios Babelsberg, wo einst Filme wie "Der blaue Engel" mit Marlene Dietrich entstanden.

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