10.04.2015 | Unternehmen

Es wird knapp für Deutsche Wohnen bei Conwert-Übernahme

Das Angebot der Deutsche Wohnen läuft noch bis zum 15. April
Bild: Deutsche Wohnen

Das Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen erwartet bei der geplanten Übernahme des österreichischen Konkurrenten Conwert ein knappes Rennen: Mehr als 50 bis 52 Prozent sind nicht drin. Eine Nachbesserung des Angebots von 11,50 Euro je Aktie schließt Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn definitiv aus. Der Deal ist rund 1,2 Milliarden Euro schwer.

Das Angebot läuft noch bis zum 15. April. Käme die Übernahme aber nicht zustande, weil die Schwelle nicht erreicht werde, sei das für die Deutsche Wohnen aber auch kein Beinbruch, so Zahn: "Es gibt keinen Plan B. Die Welt geht so oder so für uns weiter, selbst wenn die Transaktion nicht kommt".

Den Conwert-Aktionären müsse jedoch bewusst sein, dass der Aktienkurs verfallen würde, falls der Deal platzt. "Wir sind hoffnungsvoll, dass viele Conwert-Aktionäre sachlich entscheiden und unser Angebot annehmen", hofft Zahn.

Kommt der Deal zustande, entstünde auf Basis früherer Zahlen ein Konzern mit rund 175.000 Wohnungen in Deutschland. Deutsche Wohnen hat rund 147.000 Wohneinheiten im Portfolio, davon 72 Prozent in Berlin.

Conwert hat über 90 Prozent seines Immobilienbestands in Deutschland, davon rund 28.000 reine Wohneinheiten. Der Portfoliowert der Deutsche Wohnen liegt mit rund Milliarden Euro bei mehr als dem Dreifachen der Conwert, die Marktkapitalisierung der AG macht mehr als das Siebenfache aus.

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