Auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt (JVA) in Düsseldorf-Derendorf entsteht ein neues Stadtquartier. Den Zuschlag für das Projekt "Ulmer Höh‘ Nord" hat der Projektentwickler Interboden erhalten. Vorgesehen ist eine gemischte Nutzung aus Wohnen und Gewerbe. Mindestens 50 Prozent der Wohnbebauung sollen als geförderter Wohnungsbau entstehen, davon sind wiederum 30 Prozent als studentisches Wohnen eingeplant.

Der Rahmen für die Zukunft des Areals wurde in einem städtebaulichen Wettbewerb gesteckt, den der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) als Eigentümer der JVA ausgelobt hatte. "Durch unsere Auflagen und das mehrstufige Verkaufsverfahren haben wir einen guten Preis für das Land NRW erzielt und gleichzeitig die Wohnungsmarktsituation für die Menschen in Düsseldorf erfolgreich entlastet", sagt Noemi David, Leiterin des An- und Verkaufs beim BLB NRW.

Durch die zentrale Lage wäre das Areal auch für Investoren interessant gewesen, die eine rein gewerbliche Nutzung geplant hätten. Die Kommune, der BLB NRW und die Ministerien für Finanzen und Bauen hatten sich aber letztlich gegen dieses Konzept und für die gemischte Nutzung entschieden. Das Gelände der JVA Düsseldorf, die im Jahr 2012 nach Ratingen umgezogen war, ist 33.000 Quadratmeter groß.

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