12.11.2013 | Unternehmen

Deutsche Wohnen will GSW-Deal noch 2013 zum Abschluss bringen

Deutsche Wohnen und GSW bewerten ihre Immobilien zusammen mit 8,5 Milliarden Euro
Bild: Deutsche Wohnen

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen will die Übernahme des Konkurrenten GSW Anfang Dezember unter Dach und Fach bringen. "Wir befinden uns auf der Zielgeraden", sagte CEO Michael Zahn. Das Konzernergebnis kletterte indessen auf Neunmonatssicht fast um ein Drittel auf 66,5 Millionen Euro.

Die Deutsche Wohnen konnte vor allem dank erfolgreicher Zukäufe und steigender Mieten weiter zulegen. Sowohl bei der Vermietung, beim Verkauf von Wohnungen als auch beim Betrieb von Seniorenwohn- und Pflegeheimen verzeichnete die vor allem in Berlin und Frankfurt aktive Gesellschaft Zuwächse.

Der Gewinn stieg im dritten Quartal um 18 Prozent auf 16,3 Millionen Euro, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte Deutsche Wohnen. Deutsche-Wohnen-Aktien stiegen im frühen Handel in einem unveränderten Marktumfeld um rund zwei Prozent. Händlern zufolge ist das Unternehmen "auf gutem Weg". Die Zahlen hätten wenig überrascht, sagte ein Börsianer.

Mit den Zukäufen aus dem vergangenen und laufenden Jahr konnte das Unternehmen den Wohnungsbestand deutlich ausbauen. Zuletzt hatte sich Deutsche Wohnen die Mehrheit am Konkurrenten GSW gesichert. Die Übernahme erfolgt über einen Aktientausch. Gut 78 Prozent der GSW-Aktionäre nahmen das Angebot an, eine weitere Umtauschfrist läuft noch bis zum 18. November.

FFO steigen um 65 Prozent auf 86,3 Millionen Euro

Die in der Branche wichtige Kennziffer Funds From Operations (FFO) ohne Verkäufe stieg in den ersten neun Monaten um 65 Prozent auf 86,3 Millionen Euro. Damit sieht sich Deutsche Wohnen auf gutem Wege, das im August erhöhte Jahresziel zu erreichen. Danach soll der FFO ohne Verkäufe um zehn Prozent auf 110 Millionen Euro steigen.

Neben den Akquisitionen halfen auch steigende Mieten bei den Ergebnisverbesserungen. Diese kletterten auf vergleichbarer Basis um 3,1 Prozent. Dazu verhalfen ansteigende Mieten bei Neuverträgen sowie die Umsetzung des Berliner Mietspiegels im Portfolio des Unternehmens.

Nach der Übernahme von GSW Immobilien wird das fusionierte Unternehmen mit rund 150.000 Einheiten die neue Nummer zwei unter den privaten Wohnimmobiliengesellschaften in Deutschland sein. Davor steht noch die Deutschen Annington, Gagfah liegt dahinter. Die MDax-Gesellschaften Deutsche Wohnen und GSW bewerten ihre Immobilien zusammen mit 8,5 Milliarden Euro.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienunternehmen

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