13.08.2013 | Unternehmen

Deutsche Wohnen steigert FFO durch Zukäufe deutlich

Deutsche Wohnen-Objekt in Berlin: Geld für weitere Zukäufe ist da
Bild: Deutsche Wohnen

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat aufgrund von Zukäufen den operativen Gewinn (FFO) im 1. Halbjahr um 85 Prozent auf 60,6 Millionen Euro gesteigert. Der Gewinn legte bis Ende Juni um 36 Prozent auf 50,2 Millionen Euro zu.

Die Aktien von Deutsche Wohnen haben dank einer erhöhten Jahresprognose und guter Quartalszahlen am Dienstag deutlich angezogen. Zuletzt lagen die Papiere 2,60 Prozent höher bei 14,205 Euro und waren damit zweitbester Wert im MDax, der zeitgleich 0,52 Prozent gewann. Vorbörslich waren Deutsche Wohnen beim Broker Lang & Schwarz um mehr als sechs Prozent gestiegen.

Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, dass es bei der für Immobilienunternehmen wichtigen Kennziffer Funds From Operations (FFO) ohne Objektverkäufe nun mit einem Plus von etwas mehr als 60 Prozent auf 110 Millionen Euro rechnet. Zuletzt hatte Deutsche Wohnen einen Anstieg auf 100 Millionen Euro in Aussicht gestellt. In den ersten sechs Monaten kletterte dieser Wert nun um 85 Prozent auf 60,6 Millionen Euro. Der Gewinn legte bis Ende Juni um 36 Prozent auf 50,2 Millionen Euro zu.

Weitere Stärkung der Kern- und Wachstumsregionen

Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank stuft den Quartalsbericht als "sehr solide" ein. Vor allem seien die Kosten signifikant geringer ausgefallen als erwartet, was den FFO über seine Erwartungen geschoben habe. Die erhöhte Prognose komme indes nicht überraschend. Commerzbank-Analyst Thomas Rothäusler sprach von einem besser als erwartet ausgefallenen zweiten Quartal und einer sich fortsetzenden starken Gewinndynamik. Das neue FFO-Ziel liege leicht über seiner Prognose. Trotz des jüngsten Portfolio-Ausbaus verfüge das Unternehmen noch über Mittel für weitere Zukäufe.

Insgesamt hat die Deutsche Wohnen im ersten Halbjahr 10.700 Wohneinheiten übernommen. Neben den im ersten Quartal erworbenen 7.800 Wohneinheiten, wurden weitere wertsteigernde Portfolioankäufe in den bestehenden Kern- und Wachstumsregionen abgeschlossen. Der Schwerpunkt der zusätzlich erworbenen Wohnimmobilien liegt in Dresden mit rund 1.900 Einheiten, im Großraum Berlin mit rund 500 Wohneinheiten - und hier insbesondere in Potsdam - sowie im Rheinland mit rund 215 Einheiten. Insgesamt beträgt die aktuelle jährliche Vertragsmiete der rund 10.700 im ersten Halbjahr 2013 erworbenen Wohneinheiten zirka 40,0 Millionen Euro. Zudem wurde eine Seniorenresidenz in Berlin mit rund 250 Plätzen erworben.

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