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Deutsche Wohnen plant millionenschwere Wandelanleihe

An der Börse kam die Platzierung der Wandelanleihe gut an
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen plant eine Wandelanleihe in Höhe von 400 Millionen Euro. Das Unternehmen will damit die Kapitalstruktur verbessern. Die Wandelanleihe sei Teil eines größeren Pakets, mit dem Verbindlichkeiten in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro refinanziert werden sollen, wie der MDax-Konzern mitteilt.

Die Titel haben eine Laufzeit bis September 2021. Das Bezugsrecht der Aktionäre sei ausgeschlossen. Mit der Maßnahme steige das operative Ergebnis (FFO) signifikant.

An der Börse kam die Platzierung der Wandelanleihe unter dem Strich gut an, obwohl durch diese die Zahl der Aktien mittelfristig steigen kann. Das im MDax notierte Papier ging mit einem Plus von 0,23 Prozent auf 17,28 Euro aus dem Handel, nachdem es im Tagesverlauf sogar auf das Rekordhoch von 17,405 Euro geklettert war. Die Aktie setzte damit ihren jüngsten Höhenflug fort.

Zu den Kursen vom Mittwoch ist das Unternehmen an der Börse knapp fünf Milliarden Euro wert. Mit einem Anstieg von 23 Prozent gehört das Papier im bisherigen Jahresverlauf zu den größten Gewinnern im MDax. Analysten lobten die Platzierung vom Mittwoch. Die Strategie des Unternehmens, das niedrige Zinsniveau für eine günstigere Refinanzierung nutzen zu wollen, gehe auf. Für die Wandelanleihe mit einer Laufzeit von sieben Jahren muss die Deutsche Wohnen einen Zinssatz von 0,875 Prozent zahlen.

Wie viele neue Aktien das Unternehmen ausgeben muss, falls sich der Tausch für die Anleihezeichner lohnt, ist noch offen. Die Deutsche Wohnen geht anfänglich von rund 18,1 Millionen neuen Anteilen aus - damit würde die Aktienzahl um etwas mehr als sechs Prozent steigen. 250 Millionen Euro aus der Anleiheplatzierung sollen zum Schuldenabbau verwendet werden - der Rest stehe für Investitionen zur Verfügung.

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