28.05.2015 | Unternehmen

Deutsche Wohnen peilt bei Kapitalerhöhung 907 Millionen Euro an

Beim Ergebnis hat die Deutsche Wohnen von Zukäufen profitiert
Bild: Deutsche Wohnen

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hofft bei der angekündigten Kapitalerhöhung auf einen Bruttoerlös von rund 907 Millionen Euro. Die knapp 42,2 Millionen neuen Aktien werden für 21,50 Euro angeboten. Zunächst hatte die Gesellschaft beim Erlös ein Ziel von 875 bis 950 Millionen Euro angepeilt. Mit dem Geld sollen 6.500 Wohnungen finanziert werden.

Die Kapitalerhöhung war vergangene Woche angekündigt worden. Die neuen Aktien werden den Aktionären mit einem Bezugsverhältnis von 7:1 angeboten. Die Bezugsfrist läuft noch bis zum 3. Juni. Der genaue Bruttoemissionserlös wird voraussichtlich im Laufe des 4. Juni feststehen.

Mit dem frischen Geld soll vor allem die Übernahme von 6.500 mehrheitlich in Berlin befindlichen Wohneinheiten finanziert werden, die das Unternehmen vor einer Woche angekündigt hatte. Dafür muss Deutsche Wohnen rund 500 Millionen Euro auf den Tisch blättern. Durch den Zukauf, der im Wesentlichen bis Ende Juni abgeschlossen sein soll, steigt die Zahl der Immobilien auf etwas mehr als 155 000.

Einen großen Sprung hatte das Unternehmen mit dem 1,7 Milliarden Euro teuren Kauf des Konkurrenten GSW gemacht. Dadurch stieg die Zahl der Wohnungen um rund 60.000.

Gescheitert ist das Unternehmen allerdings beim Versuch, den österreichischen Konkurrenten Conwert für 1,2 Milliarden Euro zu kaufen. Den Aktionären war der gebotene Preis zu niedrig, so dass nicht genügend Anteile angeboten wurden.

In den ersten drei Monaten des Jahres hatte der Immobilienkonzern von steigenden Mieteinnahmen und einem geringeren Leerstand in den wichtigsten Märkten sowie den Übernahmen und dem Verkauf von nicht so gewinnbringenden Wohnungen profitiert. Der operative Gewinn - gemessen an der Kenngröße Funds from Operations (FFO) - war um rund ein Fünftel auf 71,3 Millionen Euro gestiegen. Der FFO setzt sich im Wesentlichen aus dem Gewinn vor Steuern und Abschreibungen sowie den Erlösen aus Verkäufen zusammen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Kapitalerhöhung

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