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Deutsche Wohnen beschließt Kapitalerhöhung für weitere Zukäufe

Mit der Kapitalerhöhung will die Deutsche Wohnen AG neue Wohnungen finanzieren
Bild: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen hat die operative Kennzahl FFO I im ersten Quartal 2015 um 21 Prozent auf 71,3 Millionen Euro gesteigert. Das Verkaufsergebnis betrug 9,3 Millionen Euro und berücksichtigt 561 Einheiten. Außerdem hat der Konzern eine Barkapitalerhöhung in Höhe von 875 bis 950 Millionen Euro beschlossen. Das Geld soll unter anderem zur Finanzierung von rund 6.500 Wohneinheiten dienen.

Für weitere 6.707 Einheiten im Wert von 453,7 Millionen Euro wird der Nutzen- und Lastenwechsel in Kürze erfolgen. Das Portfolio der Deutsche Wohnen umfasste zum 31. März rund 149.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit einem Fair Value von zirka zehn Milliarden Euro. Die Vertragsmiete im Gesamtbestand belief sich zum Stichtag auf 5,73 Euro je Quadratmeter, bei einem Leerstand von 2,3 Prozent.

Die Vertragsmieten konnten in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015 auf 158,9 Millionen Euro (Vorjahr: 157 Millionen Euro) gesteigert werden, mit einem operativen Ergebnis von 122 Millionen Euro (Vorjahr: 121,1 Millionen Euro). Auf Like-for-like-Basis erzielte die Deutsche Wohnen in den strategischen Kern- und Wachstumsregionen ein Mietwachstum von 2,5 Prozent. Der Leerstand verringerte sich hier von 2,1 auf 1,9 Prozent.

Gezielte Akquisitionen in Kernregionen

Durch den Zukauf von insgesamt rund 6.500 Einheiten, überwiegend in Berlin gelegen, konnte die Deutsche Wohnen ihre Präsenz in der Hauptstadt weiter stärken. Der Ebitda-Beitrag aus den Zukäufen wird sich auf jährlich 20 Millionen Euro belaufen. Die Finanzierung der Immobilien soll im Rahmen der angekündigten Kapitalerhöhung erfolgen.

Der Vorstand der Deutsche Wohnen AG hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats die oben genannte Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen mit Bezugsrechten für die Aktionäre der Deutsche Wohnen aus genehmigtem Kapital beschlossen. Hierzu sollen von der Deutsche Wohnen bis zu 42,2 Millionen neue, auf den Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) ausgegeben werden. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar voll gewinnanteilberechtigt.

Die Kapitalerhöhung dient insbesondere der Finanzierung des Kaufs von rund 6.500 Wohneinheiten, die sich mehrheitlich in Berlin befinden und im Wesentlichen zum Ende des ersten Halbjahres 2015 übernommen werden sollen. Das Gesamtportfolio hat einen Ankaufswert von rund 500 Millionen Euro.

Zudem beabsichtigt die Deutsche Wohnen Finanzverbindlichkeiten mit einem Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro, die überwiegend in den Jahren 2018 und 2019 auslaufen werden, durch neue Bankkredite und die potenzielle Ausgabe von Anleihen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von zehn Jahren zu refinanzieren.

Goldman Sachs, UBS Investment Bank und Deutsche Bank werden die Kapitalerhöhung als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners begleiten. Als Co-Lead Manager wurden Berenberg, DZ BANK, Kempen & Co und UniCredit mandatiert.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister

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