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Deutsche Annington kauft Südewo Gruppe

Die Akquisition soll Anfang Juli abgeschlossen werden
Bild: Deutsche Annington Immobilien SE

Die Immobiliengesellschaft Deutsche Annington hat die Südewo Gruppe mit insgesamt 19.800 Wohnungen überwiegend in Baden-Württemberg gekauft. Verkäufer ist die Patrizia Immobilien AG. Das Transaktionsvolumen liegt bei 1,9 Milliarden Euro. Finanziert wird der Zukauf über die Ausgabe neuer Aktien.

Das Bundeskartellamt muss dem Kauf noch zustimmen. Das Augsburger Unternehmen hatte den Großteil der Wohnungen 2012 von der Landesbank Baden-Württemberg gekauft und dafür mit 1,4 Milliarden deutlich weniger bezahlt als jetzt die Deutsche Annington.

Die Südewo liefere jährliche Mieteinnahmen von 105 Millionen Euro. Die Leerstandsquote liege bei 2,4 Prozent und damit niedriger als bei der Deutschen Annington. Mit der Übernahme soll die Zahl der Wohnungen der Deutschen Annington auf rund 370.000 steigen. Die Deutsche Annington hatte erst Anfang des Jahres die rund 4,3 Milliarden teure Übernahme des Konkurrenten Gagfah abgeschlossen.

Am Aktienmarkt kam der Kauf nicht gut an: Die im MDax notierten Aktien der Deutschen Annington fielen um etwa sechs Prozent Prozent. Papiere von Patrizia Immobilien stiegen dagegen leicht um 0,4 Prozent. Mit der Ausgabe neuer Aktien will die Deutsche Annington 2,25 Milliarden Euro einnehmen.

Nach Verkauf: Patrizia erhöht Prognose

Die Akquisition soll Anfang Juli abgeschlossen werden. Die Deutsche Annington übernimmt nach eigenen Abgaben alle Verpflichtungen aus der bestehenden Sozialcharta, in der die Interessen der Mieter sowie die Fortführung der jeweiligen Unternehmensstandorte festgelegt sind.

Nach dem Verkauf der ehemaligen Landesbankwohnungen von Baden-Württemberg lässt Immobilienverwalter Patrizia die Zukunft der bayerischen Ex-Landesbankwohnungen offen. Über den Verkauf würden immer nur die Investoren entscheiden, sagte Patrizia-Sprecher Andreas Menke in Augsburg. Rückschlüsse auf die bayerischen GBW-Wohnungen seien nicht möglich.

Wegen des Südewo-Geschäfts und weiterer geplanter Transaktionen kündigte Patrizia einen Ergebnissprung an. Das SDAX-Unternehmen, dass zuletzt ein operatives Ergebnis vor Steuern von 50,2 Millionen Euro erzielte, will nun in den Geschäftsjahren 2015 und 2016 zusammen ein Ergebnis von 200 Millionen Euro erreichen. Bislang war nur ein Zuwachs um zehn Prozent in 2015 angepeilt.

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