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Deutsche Annington erhöht Sparziel nach Gagfah-Übernahme

An der Börse kamen die Sparziele gut an
Bild: Deutsche Annington Immobilien SE

Der Immobilienkonzern Deutsche Annington will bis Ende 2017 jährlich etwa 130 Millionen Euro sparen. Bislang hatte das Unternehmen mit 84 Millionen Euro gerechnet. Außerdem gab der Konzern die Prognose für 2015 ab: Erwartet wird ein operatives Ergebnis von bis zu 550 Millionen Euro, nach 287 Millionen Euro 2014.

An der Börse kamen die neuen Sparziele gut an, die Aktie legte deutlich zu. Das Papier gilt wegen der Marktkapitalisierung von derzeit mehr als zehn Milliarden Euro mittelfristig als Dax-Kandidat.

Die Prognose für 2015 ist inklusive Gagfah ab. Ohne Gagfah wären 340 bis 360 Millionen Euro anvisiert gewesen. Das operative Ergebnis (FFO) setzt sich im Wesentlichen aus dem Gewinn vor Steuern und Abschreibungen sowie den Erlösen aus Verkäufen zusammen. Er zeigt an, wie viel Geld im operativen Geschäft erwirtschaftet wird und für Investitionen zur Verfügung steht.

Unter dem Strich sank der Gewinn leicht. Das Periodenergebnis ging um ein Fünftel auf 30,3 Millionen Euro zurück. Unter anderem drückten Kosten für die Finanzierung der Gagfah-Übernahme den Gewinn.

Die Deutsche Annington hatte den im Dezember angekündigten Kauf der Gagfah vor kurzem abgeschlossen. Dadurch ist Deutschlands größter Immobilienkonzern mit insgesamt knapp 350.000 Wohnungen entstanden. Zusammen sind die Immobilien 21 Milliarden Euro wert.

Die Deutsche Annington hatte Anfang Dezember 18 Euro je Gagfah-Aktie angeboten. Da der Preis zum Teil mit eigenen Anteilen bezahlt wurde und der Kurs seitdem gestiegen ist, lag der tatsächliche Wert etwas darüber.

Aktuell sind noch einige Gagfah-Anteile an der Börse notiert. Im November soll das Papier aber vom Kurszettel verschwinden.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnungsunternehmen

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