09.05.2017 | Projekt

Berlin: Planung für Kreuzberger Dragoner-Areal zieht sich ein bis zwei Jahre hin

Berlin hat das letzte Filetgrundstück in Friedrichshain-Kreuzberg übertragen bekommen: Jetzt sollen dort Wohnungen entstehen.
Bild: Corbis

Der Bund hat im April angekündigt, das 47.000 Quadratmeter große Dragoner-Areal in Kreuzberg an die Stadt Berlin zu übertragen. Der Deal soll Teil des neuen Hauptstadtvertrages, einer Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Land, sein. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen zufolge sind in dem Quartier bis zu 800 Wohnungen geplant. Wie es aussieht, wird sich das Bauvorhaben aber noch "ein bis zwei Jahre" verschieben.

Kollatz-Ahnen ist jedoch zuversichtlich, dass es keine größeren Verzögerungen geben wird. "Das setzt aber voraus, dass wir das Grundstück vom Bund übereignet bekommen", sagte der SPD-Politiker im rbb-Inforadio. "In den Klauseln des Hauptstadt-Finanzierungsvertrags ist festgehalten, dass der Bund das tut, aber es ist auch festgehalten, dass das noch eine Weile dauern kann, bis der Bund das an uns überträgt."

Rechtsstreit mit Privatinvestor?

Der Bund hatte das Grundstück im Jahr 2015 ursprünglich für 36 Millionen Euro an einen privaten Investor verkaufen wollen. Auf Druck des Landes und des Finanzausschusses im Bundestag war das Geschäft gestoppt worden.

Hauptstadtvertrag: Berlin soll zwei Milliarden Euro zusätzlich erhalten

Einem Bericht der B.Z. zufolge bekommt Berlin die ehemaligen Militärflächen gratis. Kollatz-Ahnen wollte Details des Vertrags bisher nicht kommentieren. Doch er stellte in Aussicht, dass auf dem Dragoner-Areal "500 bis 800 Wohnungen" entstehen könnten. Zuletzt war auch von einer Kita, einem Jugendtreff, Spielplätzen, Handwerk und Handel die Rede.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) teilte mit, dass Berlin durch den neuen Hauptstadtvertrag mehr Geld vom Bund für hauptstadtbedingte Ausgaben erhalten soll. Er bezifferte die Summe, die ab 2018 für zehn Jahre fließen wird, auf rund zwei Milliarden Euro. Das seien pro Jahr 50 Millionen Euro mehr als im aktuellen Vertrag, der 2017 ausläuft. Teil der Vereinbarung sind dem Vernehmen nach diverse Grundstücke.

Schlagworte zum Thema:  Grundstück, Berlin, Projektentwicklung

Aktuell
Meistgelesen