21.04.2017 | Projekt

Der Deal steht: Bund überträgt Kreuzberger Dragoner-Areal an die Stadt Berlin

Berlin hat das letzte Filetgrundstück in Friedrichshain-Kreuzberg übertragen bekommen: Jetzt sollen dort Wohnungen entstehen
Bild: Corbis

Das Ringen um eines der letzten großen Entwicklungsgrundstücke in Berlin-Kreuzberg hat ein Ende: Der Bund überträgt das 47.000 Quadratmeter große Dragoner-Areal an die Stadt. Der Deal sei Teil des neuen Hauptstadtvertrages, einer Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Land, wie Claudia Sünder, Sprecherin des Berliner Senats, bestätigte. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen zufolge sind in dem Quartier bis zu 800 neue Wohnungen geplant.

Einem Bericht der "B.Z." zufolge, bekommt Berlin die ehemaligen Militärflächen gratis. Kollatz-Ahnen wollte Details des Vertrags bisher nicht kommentieren. Doch er stellte in Aussicht, dass auf dem Dragoner-Areal "500 bis 800 Wohnungen" entstehen könnten. Zuletzt war auch von einer Kita, einem Jugendtreff, Spielplätzen, Handwerk und Handel die Rede.

Der Bund wollte das Grundstück im Jahr 2015 ursprünglich für 36 Millionen Euro an einen privaten Investor verkaufen. Auf Druck des Landes und des Finanzausschusses im Bundestag war das Geschäft gestoppt worden.

Hauptstadtvertrag: Berlin soll zwei Milliarden Euro zusätzlich erhalten

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) teilte mit, dass Berlin durch den neuen Hauptstadtvertrag mehr Geld vom Bund für hauptstadtbedingte Ausgaben erhält. Er bezifferte die Summe, die ab 2018 für zehn Jahre fließen soll, auf rund zwei Milliarden Euro. Das seien pro Jahr 50 Millionen Euro mehr als im aktuellen Vertrag, der 2017 ausläuft. Teil der Vereinbarung sind dem Vernehmen nach diverse Grundstücke.

Müller stellte eine baldige Unterzeichnung "in den nächsten zwei, drei Wochen" in Aussicht.

Schlagworte zum Thema:  Grundstück, Berlin, Projektentwicklung

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