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Conwert prognostiziert für 2015 FFO von 40 Millionen Euro

Das Angebot der Deutsche Wohnen nicht adäquat reflektiert
Bild: Haufe Online Redaktion

Das operative Ergebnis (FFO) der österreichischen Immobiliengesellschaft Conwert lag 2014 mit 34,8 Millionen Euro um 3,9 Prozent unter Vorjahresniveau, aber über der Guidance von 30 Millionen Euro. Die Guidance für 2015 liegt bei rund 40 Millionen Euro. Der Geschäftsausblick für 2015 sei im Übernahmeangebot der Deutsche Wohnen AG nicht adäquat reflektiert, so der Verwaltungsrat und die Direktoren.

Die Vermietungserlöse stiegen trotz einer Verkleinerung des Immobilienportfolios auf 30.385 Mieteinheiten um 4,4 Prozent auf 237,3 Millionen Euro. Zum Jahresende 2014 betrug die Leerstandsrate neun Prozent nach 10,1 Prozent zum 31.12.2013.

Die Erlöse aus dem Verkauf von einzelnen Einheiten und Immobilien betrugen 133,4 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung von 2014 fixierten, zum Bilanzstichtag nicht abgeschlossenen Transaktionen lagen die Verkaufserlöse bei 229,1 Millionen Euro (2013: 273,4 Millionen Euro) und damit über der Guidance für 2014 (150 bis 200 Millionen Euro). Der IFRS-Gewinn aus Verkäufen betrug 11,1 Millionen Euro, die Marge nach IFRS erreichte neun Prozent.

Die Neubewertung des Immobilienportfolios resultierte zwar netto nur in einer Aufwertung von 13 Millionen Euro, darin sind aber Nettoabwertungen des Gewerbeimmobilienportfolios in Höhe von 27,1 Millionen Euro enthalten. Das Neubewertungsergebnis für die Wohnimmobilien von conwert ergab 2014 netto eine Aufwertung von 40,1 Millionen Euro.

Das Konzernergebnis nach Steuern betrug 8,9 Millionen Euro nach 13,3 Millionen Euro im Jahr 2013. Im dritten Quartal 2014 war der Verlust noch bei 19,9 Millionen Euro gelegen und konnte im vierten Quartal halbiert werden.

Die Funds from Operations vor Verkauf und Einmaleffekten (FFO I) lagen 2014 mit 34,8 Millionen Euro um 3,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau, aber bei signifikanter Reduktion der Einmalkosten deutlich über der Guidance von 30 Millionen Euro.

Die Guidance für 2015 liegt bei rund 40 Millionen Euro; für 2016 rechnet das Management mit einem FFO I von mehr als 50 Millionen Euro. Der Haupttreiber dieser FFO-Verbesserung ist die Reduktion der Fremdkapitalkosten.

Der Verwaltungsrat und beide Direktoren halten vor diesem Hintergrund fest: "Der Geschäftsausblick für 2015 und 2016 sowie das Refinanzierungspotenzial von Conwert sind im Angebot der Deutsche Wohnen AG nicht adäquat reflektiert." Die Deutsche Wohnen AG hat am 18. März 2015 ein freiwilliges Übernahmeangebot zu 11,50 Euro je Aktie veröffentlicht. Dazu wird der Verwaltungsrat bis spätestens 1. April eine Stellungnahme abgeben.

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