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Bilfinger senkt Gewinnprognose erneut

Bilfinger-Zentrale in Mannheim
Bild: Bilfinger

Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger hat die Prognose für 2014 erneut heruntergeschraubt: Der Konzern geht von einem bereinigten Ebita aus fortzuführenden Aktivitäten von 270 Millionen Euro aus, Anfang August waren es noch 340 bis 360 Millionen Euro. Der bereinigte Gewinn soll bei 160 Millionen Euro liegen (zuletzt 205 bis 255 Millionen Euro).

Damit war die Talsohle nach der zweiten Gewinnwarnung Anfang August offenbar noch nicht erreicht. Nach dem Ausscheiden des damaligen Vorstandschefs Roland Koch, hat nun auch der langjährige frühere und neue Konzernchef Herbert Bodner in der Nacht zum Donnerstag den Rotstift angesetzt und die Gewinnziele für 2014 mit der dritten Gewinnwarnung seit Ende Juni erneut zusammengestrichen.

Grund seien die anhaltend großen Probleme im Geschäft mit Energieunternehmen und dem Umbau der Industriesparte, teilte das Mannheimer Unternehmen mit. Sowohl das Kraftwerksgeschäft wie auch Industriedienstleistungen liefen schlechter und auch der interne Umbau bremse stärker als gedacht, so Bodner. Die erwartete Erholung im zweiten Halbjahr sei nicht stark genug, um die alten Erwartungen für 2014 zu erfüllen.

Starke Unruhe am Finanzmarkt war die Folge. Am Donnerstag sackten die Aktien am Vormittag um 10,30 Prozent auf 53,37 Euro ab. Ende Juni hatte eine Aktie noch mehr als 83 Euro gekostet. Bilfinger-Papiere hatten sich zuletzt etwas erholt. Seit Ende Juni hat sich der Börsenwert von Bilfinger um rund ein Drittel reduziert. Händler und Analysten zeigten sich von der neuerlichen Gewinnwarnung enttäuscht.

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