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Bieterverfahren für TLG-Gruppe eröffnet

Der Bund startet am heutigen Montag den zweiten Versuch, die auf Ostdeutschland spezialisierte staatliche Immobiliengesellschaft TLG zu privatisieren. Investoren können bis zum 16. April ihr Interesse anmelden.

Unternehmen wie Patrizia Immobilien AG, Conwert Immobilien Invest SE und die Deutsche Wohnen AG stehen als Bieter bereits fest. "Mit den Mitteln aus der Kapitalerhöhung wollen wir unser Portfolio in 2012 weiter ausbauen", sagt Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG am 29. März dieses Jahres. Wie kürzlich bekannt wurde, nimmt auch die Corestate Capital AG aus der Schweiz an dem Bieterverfahren teil.

Die TLG enstand im Jahr 1991 als Tochterunternehmen der Treuhandanstalt. Im Jahr 1995 übernahm die Bundesrepublik Deutschland die Gesellschafteranteile des Unternehmens, das den Namen TLG Treuhand Liegenschaftsgesellschaft erhielt. Per Kredit finanziert, kaufte diese damals nicht betriebsnotwendige Immobilien von der ehemaligen Treuhandanstalt. Ab dem Jahr 2000 wurde der verkaufsorientierte Treuhand-Privatisierer zum Portfoliomanager mit den Kernkompetenzen Vermietung, Entwicklung, An- und Verkauf umgebaut. Der Umbau der mittlerweile in TLG Immobilien umbenannten Gesellschaft kam 2008 zum Abschluss.

Im vergangenen Jahr beschloss der Gesellschafter die Privatisierung der TLG, die aktuell unter Betreiben des Bundesfinanzministeriums vollzogen wird. Seit dem 1.1.2012 ist zusätzlich die TLG Wohnen am Markt tätig, auf die im Wege der Abspaltung die Wohnimmobilienbestände der TLG Immobilien (rund 12.000 Einheiten) übertragen wurden. Sowohl TLG Wohnen als auch TLG Immobilien stehen als Teile der TLG-Gruppe zum Verkauf.

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