Der Plan: In der Rummelsburger Bucht in Berlin will der Architekt Arthur Fischer seit acht Jahren schwimmende Wohnhäuser ("Floatinglofts") bauen. 2012 hatte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zunächst eine Baugenehmigung erteilt, die Wasserbehörde hatte ihre Genehmigung aber aus Umweltschutzgründen verweigert. 2013 reichte Fischer vor dem Berliner Verwaltungsgericht Klage gegen die Senatsverwaltung ein – am Donnerstag wird die Sache verhandelt.

Dass der Fall erst jetzt verhandelt wird, liege daran, dass erst umfangreiche Gutachten eingeholt werden mussten, sagte ein Gerichtssprecher. Fischer will in der Rummelsburger Bucht an der Halbinsel Stralau zwei Steganlagen mit jeweils vier schwimmenden Häusern samt umlaufenden Terrassen auf Beton-Schwimmkörpern errichten.

Wie die Berliner Zeitung schreibt, gibt es die Häuser für 350.000 bis 600.000 Euro das Stück. Der Zeitung zufolge soll der Senat Fischer das Projekt angetragen haben, die wasserrechtliche Genehmigung allerdings verweigert ihm die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Die Wasserbehörde hat ihre Bedenken: Das Ufer sowie der Lebensraum von Fischen und Wasserpflanzen würden beeinträchtigt, hieß es in der Begründung für die Verweigerung der Genehmigung. Befürchtet wurden laut Gericht auch ekelige Gerüchte durch Verunreinigungen.

Der Investor hingegen argumentiert, einer anderen Gesellschaft sei eine ähnliche Genehmigung erteilt worden. Diese habe aber keinen Gebrauch davon gemacht. Aus Sicht des Klägers sind nach Gerichtsangaben weder Geruchsbelästigungen noch andere negative Auswirkungen auf das Gewässer zu befürchten.

An den Ufern ist laut Senatsverwaltung seit 1994 eine Wasserstadt mit rund 2.500 Wohnungen entstanden. Der potenzielle Investor plant laut Internetseite