Alexander Dobrindt hat auf dem zweiten Zukunftsforum zur Digitalisierung des Bauens im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) einen Masterplan Bauen 4.0 vorgelegt. Der Minister will den Einsatz der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) vorantreiben und Innovationsführer beim digitalen Bauen werden.

Großbritannien gilt als Vorreiter, hier ist BIM seit Anfang 2016 bei öffentlichen Bauprojekten sogar vorgeschrieben. In Deutschland wird BIM noch nicht flächendeckend eingesetzt, wie eine Umfrage von Conject zeigt.

"Mit BIM lassen sich Dauer, Kosten und Risiken großer Bauprojekte in erheblichem Umfang reduzieren", so Dobrindt.

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So soll BIM bis 2020 zum Standard bei neuen Verkehrsinfrastrukturprojekten werden.

Der Masterplan Bauen 4.0

  • Erprobung von BIM auf allen Verkehrsträgern: Das BMVI startet 20 weitere BIM-Pilotprojekte auf Schiene, Straße und Wasserstraße und investiert dafür 30 Millionen Euro.
  • Pilotprojekte zum Einsatz von Drohnen: Unbemannte Flugsysteme können Baufelder deutlich präziser und kostensicherer vermessen als klassische Methoden. Die Ergebnisse bzw. Erfahrungen der Pilotprojekte sollen in den BIM-Standard für 2020 berücksichtigt werden.
  • Start einer BIM-Cloud: Die Verfügbarkeit von Daten zu Eigenschaften von Materialien kann das digitale Bauen beschleunigen. Diese Daten sollen in einer BIM-Cloud bereitgestellt werden.
  • Nationales BIM-Kompetenzzentrum: Um die Umsetzung von BIM in allen Bereichen weiter weiterzuentwickeln, sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen in einer zentralen Anlaufstelle gebündelt werden.
  • Gründung eines Construction Cluster: Die Wertschöpfung entsteht dort, wo Innovationen erprobt werden. Ein BIM-Exzellenzcluster soll daher einen Wissenstransfer zwischen Universitäten und Wirtschaft herstellen.
Schlagworte zum Thema:  BIM, Innovation, Baugewerbe