Airbnb will aufrüsten und sagt der Hotellerie den Kampf an: "AirBnb Plus" will erlesene Hotels-Standards anbieten, aber zum günstigeren Preis. Gastgeber können ihre Unterkünfte künftig für eine einmalige Gebühr von 149 US-Dollar registrieren lassen, wenn sie die Voraussetzungen einer 100-Punkte-Checkliste erfüllen. "AirBnb Plus" soll etwa Geschäftsreisende mit hohen Ansprüchen ansprechen.

Die Start-up Airbnb wurde vor zehn Jahren Start-up in San Francisco (USA) gegründet, um Schlafangelegenheiten an Touristen zu vermitteln. Chef ist Brian Chesky. Verantwortlich für das Programm ist Amber Cartwright.

Chesky verkündete, dass ein Börsengang für 2018 nicht mehr zur Debatte stehe. 2019 sei jetzt das lockere Ziel.

Airbnb-Chef Brian Chesky hat das Start-up vor zehn Jahren gegründet, jetzt will er im Luxussegment mitmischen.

Für "Airbnb Plus" soll ein Mitarbeiter des Unternehmens Fotos ins Netz stellen und die Checkliste abarbeiten, vom Shampoo im Badezimmer bis hin zum selbstständig möglichen Check-In. Damit sollen Unzuverlässigkeiten und mögliche Diskriminierungen bei der Buchung sowie kurzfristige Stornierungen verhindert werden.

Bedingungen sind außerdem eine 95-prozentige Annahmerate von Bewerbungen und eine Kündigungsrate von Null nach Vertragsschluss. Gästebewertungen unter einem Schnitt von 4,8 und 5 möglichen Sternen sind zudem Voraussetzung.

Airbnb grenzt Suche durch neue Kategorien ein

Außerdem werden die Kategorien "Ferienunterkunft", "besondere Unterkunft", "Bed & Breakfast" und "Boutique-Hotel" eingeführt. Weitere sollen später hinzukommen. Zusätzlich wird ein Kundenbindungs-Programm eingeführt.

Durch "AirBnb Plus" sollen Gäste angesprochen werden, die bisher gezielt etwa ein Marriott oder ein Hilton buchen würden.

Die zunächst zugelassenen 2.000 Gastgeber bei "Airbnb Plus" in 13 Städten, darunter Shanghai und Los Angeles, können deutlich höhere Preise verlangen: Im Mittel bis zu 200 US-Dollar pro Nacht, der Durchschnitt liegt aktuell bei rund 100 Dollar. "Superhosts" von "AirBnb Plus" sollen eine besonders herausgehobene Platzierung in der App erhalten.

"In den vergangenen zehn Jahren haben insgesamt 300 Millionen Gäste eine Übernachtung über die Plattform gebucht", sagte Chesky in San Francisco. 4,5 Millionen Unterkünfte stehen laut Airbnb an 81.000 Orten weltweit bereit. Die Vermieter sollen bereits 41 Milliarden US-Dollar umgesetzt haben.

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