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ADO steigert Vermietungserträge durch Portfoliokauf um 80 Prozent

Für 2015 sagt ADO weiteres Wachstum voraus.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Wohnungsinvestor ADO Properties hat die Erträge aus Vermietung im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 80 Prozent auf 28,6 Millionen Euro gesteigert. Der Anstieg ist dem Unternehmen zufolge auf Integration des Carlos-Portfolios mit 5.750 Wohneinheiten zurückzuführen.

Mit dem Halbjahresbericht 2015 legt ADO Properties seinen ersten Finanzbericht seit dem Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse am 23. Juli vor.

Im Zusammenhang mit dem IPO hatte die Gesellschaft eine Kapitalerhöhung begeben und damit einen Bruttoemissionserlös von rund 200 Millionen Euro erzielt. Der Nettoemissionserlös belief sich auf rund 194 Millionen Euro.

Deutliches Wachstum bei operativen Kennzahlen

Das Ebitda aus Vermietung der Gesellschaft erhöhte sich um 72 Prozent von 12,3 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2014 auf 21,1 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2015.

Zum Jahresende 2014 hatte die Gesellschaft ein Privatisierungsprogramm gestartet. Im Rahmen dessen verkaufte ADO während des ersten Halbjahres 2015 insgesamt 20 Wohnungen entsprechend der Zielstellung, bis Jahresende 2015 insgesamt 50 Wohnungen zu veräußern. Die Gesellschaft geht davon aus, von 2016 an rund 100 bis 150 Wohnungen jährlich zu verkaufen.

Der FFO I (ohne Veräußerungsgewinne) im zweiten Quartal 2015 erhöhte sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um rund 119 Prozent und lag bei 0,53 Euro je Aktie. Unter Berücksichtigung der zehn Millionen neuen Aktien, die im Zuge des Börsengangs im Juli 2015 ausgegeben wurden, beläuft sich der Pro-Forma-FFO1 auf 0,38 Euro je Aktie.

Die durchschnittliche Ist-Miete im Wohnungsportfolio erhöhte sich auf 5,71 Euro pro Quadratmeter und Monat. Im Vergleich dazu lag die durchschnittliche Miete bei Neuvermietungen bei 8,21 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Positiver Ausblick auf das Gesamtjahr 2015

Der Portfoliowert belief sich zum 30. Juni auf 1,2 Milliarden Euro. Insgesamt umfasste das Portfolio 14.500 Einheiten, davon rund 13.700 Wohneinheiten (31.12.2014: 6.600 Einheiten). Den größten Beitrag zum deutlichen Portfoliowachstum innerhalb des ersten Halbjahres 2015 leistete der Erwerb des "Carlos-Portfolios" mit 5.750 Wohneinheiten in Berlin-Spandau und Berlin-Reinickendorf im April 2015.

Für das Gesamtjahr 2015 rechnet die Gesellschaft mit einem FFO I von rund 30 Millionen Euro. Zudem werden ein Mietwachstum um rund fünf Prozent auf Like-for-like-Basis sowie Verkäufe von 50 Wohnungen erwartet. Die Gesellschaft beabsichtigt, eine Dividende von 30 bis 40 Prozent des FFO I auszuschütten. Der Rest des FFO I ist für Investitionen in das Portfolio sowie für die Finanzierung weiterer Akquisitionen bestimmt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienunternehmen, Wohnungsunternehmen, Wohnimmobilien

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