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ACS erwägt Fusion mit Hochtief

Will sich der angeschlagene spanische Konzern ACS mit einer Übernahme sanieren?
Bild: Groupo ACS

Die Aktien von Hochtief sind am Freitag nach einem "FTD"-Bericht gesunken: Die Financial Times Deutschland berief sich in einem Artikel auf spanische Medienberichte, wonach der Präsident des spanischen Baukonzerns ACS, Florentino Perez, eine Fusion mit Hochtief erwäge.

Dadurch wolle er sich den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern. ACS hält gegenwärtig rund 54,30 Prozent der Hochtief-Anteile. Händler werteten den Bericht negativ. "Das ist die klassische Konstellation wie bei einer Übernahme durch Heuschrecken", kommentierte einer von ihnen.

Das ehemals gesunde Unternehmen könne vom Käufer mit Schulden überhäuft werden. "Für ACS ist das natürlich eine tolle Sache, um die eigene Bilanzstruktur zu verbessern - für Hochtief ist es das Gegenteil", warnte eine andere Stimme. Die Hochtief-Aktien würde dadurch auch für die letzten langfristig orientierten Anleger uninteressant. Daher sei fraglich, ob die starke Unterstützung der Aktie um 36 Euro halte.

Für zusätzliche Belastung sorgte einem Börsianer zufolge eine Analystenstudie. Darin wurde auf einen möglichen Abstieg der Hochtief-Tochter Leighton aus dem Leitindex in Sydney S&P/ASX 50 hingewiesen. Das überrasche nach dem Kursverlauf zwar kaum, könnte aber auch auf die Stimmung für die im Abwärtstrend laufenden Aktien des deutschen Baukonzerns drücken.

Schlagworte zum Thema:  Fusion, Bauunternehmen

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