Der Wettbewerb für das Wohnquartier Luisenhöfe in Aachen ist entschieden: Die Jury sprach sich für das städtebauliche Konzept der Büros Hector 3 Architekten (Düsseldorf) und GTL Landschaftsarchitektur (Kassel) aus. Auch Studentenwohnungen sind auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen innerstädtischen Areal geplant.

Das Preisgericht setze sich aus Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern, Vertretern von Politik, Verwaltung, des Projektentwicklers Luisenhöfe GmbH, des Luisenhospitals und der Anwohnerinitiative Luisenhöfe zusammen. Bauherrin Luisenhöfe GmbH ist ein Joint Venture aus Aixact Immobilien GmbH und Landmarken AG. Das Gewerbeprojekt "Digital Church" der Landmarken AG gehört zu den Finalisten des FIABCI Prix d´Excellence Germany 2018.

Der Siegerentwurf überzeugte nach Auffassung der Jury durch "eine originelle und dem Ort angepasste Lösung". So bleibt etwa die von den Anwohnern "Boxpark" genannte, verwilderte Fläche erhalten und wird erweitert. Gelungen sei auch die Höhenstaffelung, die sich in die Umgebung einfüge, so die Jury in ihrer Begründung: Die Bebauung ist drei- bis viergeschossig mit einem sechsgeschossigen Studentenwohnheim als höchstem Punkt.

Luisenhöfe: 30 Prozent der Wohnfläche öffentlich gefördert

Das Quartier soll frei vom motorisierten Individualverkehr gehalten werden. Dazu wird das bestehende Parkhaus an der Nordostseite um 90 Stellplätze erweitert. Weitere Stellplätze sollen in Tiefgaragen erstellt werden, deren Zufahrt ebenfalls über das Parkhaus geplant ist.

Ausgelobt worden war der Wettbewerb in Abstimmung mit der Stadt Aachen von der Luisenhöfe GmbH, die das Areal entwickeln wird. Neben Wohnungen soll auch eine Kita und kleinteiliges Gewerbe gebaut werden. 30 Prozent der Wohnfläche sollen öffentlich gefördert werden. Das Wettbewerbsmanagement hatte die ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH aus Haan übernommen. Insgesamt waren fünf Entwürfe abgegeben worden.

Bürgerbeteiligung wird aufrecht erhalten

Die Öffentlichkeit soll zum Bebauungsplan weiterhin in das Verfahren einbezogen werden. Die Bürgerbeteiligung hatte während des Planungsprozesses allerdings immer wieder ihren Unmut geäußert, wie die Aachener Nachrichten berichteten.

Zudem werden die Entwürfe aller beteiligten Architekten öffentlich zu sehen sein. Die Ausstellung der Entwürfe ist am 12. September im Foyer Haus Löwenstein in Aachen eröffnet worden und dauert bis zum 21. September um 18 Uhr.

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