24.02.2015 | Projekt

WCCB-Skandal vor dem Bonner Landgericht

Millionen-Desaster: WCCB in Bonn
Bild: M.E. ⁄

Die beiden städtischen Projektleiter des Bonner Kongresszentrums WCCB müssen sich ab heute vor dem Bonner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ex-Stadtdirektor und der Bürgeramts-Chefin unter anderem besonders schweren Betrug vor.

Damit geht der Fall in die zweite Runde. Die Angeklagten sollen durch falsche Angaben 25 Millionen Euro Landesförderung erschlichen haben, obwohl sie gewusst haben sollen, dass die Finanzierung des Bauvorhabens unzureichend war. Die beiden Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.

Der Hauptverantwortliche im WCCB-Skandal, der südkoreanische Investor Man-Ki Kim, war bereits 2013 wegen schweren Betrugs zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Kim hatte sich unter Vortäuschung falschen Eigenkapitals den Auftrag für das 140-Millionen-Euro-Projekt WCCB (World Conference Center Bonn) bei der Stadt Bonn gesichert. Der Investor hatte den Eindruck erweckt, dass der Großkonzern Hyundai hinter seiner Firma stehe. Das war aber nicht der Fall. Nachdem der Betrug 2009 aufgeflogen war, stand das Bauprojekt jahrelang still.

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