08.05.2014 | Projekt

WCCB: Anklage gegen Bonner Ex-Stadtdirektor zugelassen

Das Bonner Kongresszentrum WCCB
Bild: M.E. ⁄

Das Landgericht Bonn hat Anklagen wegen Betrugs und Untreue gegen zwei mutmaßliche Beteiligte am Millionendesaster um das Bonner Kongresszentrum WCCB zur Hauptverhandlung zugelassen. Es geht dabei um den früheren Stadtdirektor von Bonn und die Bürgeramtschefin. Der Prozess soll im Spätsommer beginnen, wie das Gericht mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft legt den Angeklagten Betrug in zwei besonders schweren Fällen und dem Stadtdirektor a.D. außerdem Untreue in einem besonders schweren Fall zur Last. Die Hauptfigur in dem Bauskandal um das WCCB - ein betrügerischer Investor aus Südkorea - war 2013 zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der frühere Stadtdirektor und die Bürgeramtschefin frühzeitig über die unzureichende Finanzierung des Kongresszentrums im Bilde waren. Zwischen 2006 und 2008 hätten sie mehrfach gegenüber der Bezirksregierung falsche Angaben gemacht. Dadurch hätten sie die unberechtigte Auszahlung von Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen erreicht.

Der Anwalt des ehemaligen Stadtdirektors teilte mit, die mehr als zweijährige Prüfung der Anklagen durch das Gericht spreche nicht gerade dafür, dass eine Verurteilung wahrscheinlich sei. Die Vorwürfe seien unzutreffend.

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