16.04.2014 | Projekt

Erstes Ikea-Einkaufszentrum eröffnet in Lübeck

Das neue Ikea-Einkaufszentrum in Lübeck
Bild: Ikea

Das bundesweit erste Ikea-Einkaufszentrum mit mehr als 50 Shops hat Eröffnung gefeiert. Ikea Deutschland und die Tochtergesellschaft "Inter Ikea Centre (IICD) Deutschland" haben rund 120 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Das zugehörige Möbelhaus hatte bereits im März eröffnet. Bad Schwartau und Neustadt klagen vor dem Oberlandesgericht in Schleswig gegen den Bebauungsplan. Eine Entscheidung wird im Herbst erwartet.

Entstanden ist das Einkaufszentrum in Lübeck mit einer Gesamtfläche von rund 50.000 Quadratmetern auf dem früheren Werksgelände von Villeroy & Boch im Stadtteil Dänischburg. Dort hatte die Mettlacher Firma bis 2009 Sanitärkeramik produziert.

Die ursprünglich bereits für den Sommer 2012 geplante Eröffnung hatte sich durch zahlreiche Gutachten verzögert. Weitere Ikea-Einkaufszentren in Deutschland sind nach Unternehmensangaben in nächster Zeit nicht geplant, da es an geeigneten Grundstücken fehlt.

In der Kritik steht nicht das Ikea Möbelhaus mit einer Verkaufsfläche von knapp 20.000 Quadratmetern, das bereits Mitte März eröffnet worden ist. Sorgen bereitet dem Einzelhandel die überdachte Einkaufsstraße mit Läden, Cafés und 2.600 Parkplätzen direkt vor der Tür.

Dort werde praktisch ein Vollsortiment angeboten, sagte der Bad Schwartauer Bürgermeister Gerd Schuberth. Das werde Kaufkraft aus den benachbarten Innenstädten und auch aus Lübeck abziehen und zu deren Ausbluten führen. Die Städte Bad Schwartau und Neustadt (beide Kreis Ostholstein) klagen vor dem Oberverwaltungsgericht in Schleswig gegen den Bebauungsplan der Hansestadt Lübeck für das Ikea-Center.

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