08.09.2014 | Feri Eurorating

2.000 neue Wohnungen für Offenbach geplant

Bauen in Offenbach ist billiger als in der Nachbarstadt
Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt ⁄

In Offenbach sind mehr als 2.000 neue Wohnungen geplant oder im Bau. "Da ist ein gewisser Boom am laufen", sagte Manfred Binsfeld, Teamleiter Immobilien Research bei Feri Eurorating in Bad Homburg. Vor allem die im Vergleich zu Frankfurt günstigeren Grundstückspreise locken Entwickler von der Mainmetropole in die Nachbarstadt.

Die Investoren zieht vor allem das im Vergleich zu Frankfurt am Main deutlich bessere Preis-Leistungsverhältnis an: Bauen in Offenbach ist immer noch billiger als in der Nachbarstadt, die Rendite höher.

Die meisten Projekte entstehen auf ehemaligen Industriebrachen. Die geplanten Neubauten sind in erster Linie für zahlungsbereite Kunden aus dem Rhein-Main-Gebiet und Neubürger konzipiert.

Aus Sicht der Politik soll der Zuzug den Strukturwandel Offenbachs vorantreiben und der Stadt mittelfristig helfen, ihr schlechtes Image abzulegen.

Auf Brachen folgen Wohnquartiere

Die Stadt wird zum Ausweichquartier für die Immobilienentwickler, die Alternativen sucht zu teuren Grundstücken und zum Platzmangel in Frankfurt.

Der Boom wird auch am ehemaligen Hafen sichtbar. Hier wächst ein komplett neues Viertel. Auf der Hafeninsel hat die ABG Frankfurt bereits 170 Passivhaus-Wohnungen fertiggestellt. Gut die Hälfte ist zu Preisen von rund zehn Euro pro Quadratmeter vermietet. Demnächst baut die ABG auf dem innerstädtischen Gelände einer ehemaligen Druckmaschinenfabrik für rund 37 Millionen Euro Wohnungen.

Bereits Richtfest gefeiert wurde im Mai auf einem 2.046 Quadratmeter großen Grundstück östlich der ABG-Wohngebäude "Mainzeile" zwischen Fluss und Hafenplatz. In dem siebengeschossigen Gebäude mit 5.050 Quadratmetern Mietfläche werden auch die Akademie der SGBDD, das Betriebsrestaurant sowie ein öffentliches Bistro Platz finden.

Ein Berliner Entwickler will mit einem 300-Millionen-Euro-Investment den dicksten Brocken des Offenbacher Umbaus stemmen. Er plant auf dem Kaiserlei-Areal an der Stadtgrenze zu Frankfurt ein Hotel und den Umbau eines riesigen, leerstehenden Bürokomplexes in insgesamt 1.100 Wohnungen für rund 3.000 Menschen. 

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien

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