27.11.2015 | marktdialog.com

Zahl der Pflegeheimplätze wächst 2016 um 4,7 Prozent

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Anzahl neuer Pflegeplätze wird 2016 im Vorjahresvergleich deutschlandweit um 4,7 Prozent wachsen. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Informationsdienstleisters "marktdialog.com". Das Investitionsvolumen wird sich demnach trotz gestiegener Baukosten mit rund 3,5 Milliarden Euro auf dem Niveau von 2015 bewegen. Bei reinen Neubauprojekten belegt Baden-Württemberg den Spitzenplatz.

Würden alle Vorhaben realisiert, kämen 2016 rund 17.000 Pflegebetten neu auf den Markt, die meisten in Nordrhein-Westfalen (NRW), allerdings liegt der Fokus hier auf der Modernisierung bestehender Einrichtungen.

Bei reinen Neubauprojekten belegt Baden-Württemberg inzwischen den Spitzenplatz und verweist NRW damit auf Platz 2, gefolgt von Bayern. Auch in den neuen Bundesländern sind etliche Bauvorhaben geplant. Allerdings entfällt nur auf Sachsen ein nennenswerter Anteil, der sich sogar den Neubauplanungen in Niedersachsen annähert.

Kirchliche Betreiber mit 18-Prozent-Anteil

Bei den künftigen neuen Heimbetreibern melden sich kirchlich orientierte Betreiber (wie Caritas und Diakonie) zurück, nachdem in den vergangenen Jahren deren Fokus auf der Modernisierung ihres Bestandes lag. Mit 18 Prozent Anteil an allen Neubauten liegen sie noch vor den kleinen und großen privaten Betreiberketten, die den Neubaubereich bisher dominierten. Allerdings steht bei jedem vierten Neubauprojekt noch kein Betreiber fest oder ist noch nicht bekannt.

52 Prozent der Bauvorhaben durch Pflegebranche selbst finanziert

Finanziert werden die Bauvorhaben mit etwa 52 Prozent meist aus der Pflegebranche selbst. Deutlich zugelegt haben Projektentwickler und Bauträger. Ebenfalls zugelegt haben Wohnungsbauunternehmen, wenn auch auf niedrigem Niveau.

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