| LBS-Prognose

Wohnungspreise steigen bis Jahresende auf bis zu vier Prozent

Wohnbauprojekt in Meerbusch: Der Düsseldorfer Nobelvorort gehört zu den teuersten Pflastern
Bild: Guido Höhmann Architekten

Experten der Landesbausparkassen rechnen bis Ende 2013 mit einem Preisanstieg bei Wohnimmobilien zwischen zwei und vier Prozent. Das ist ein Ergebnis der LBS-Analyse "Markt für Wohnimmobilien 2013". Vor allem die Preise für Neubauten ziehen danach deutlich an.

Nach der jüngsten Nachfragebelebung sind die Preise zumindest im Bereich der gebrauchten Eigenheime und Eigentumswohnungen - mit Ausnahme der süd- und süd-westdeutschen Städte - auch im Frühjahr 2013 kaum höher als vor zehn Jahren. Im Vergleich zu 2003 hätten vor allem die Preise neuer Eigentumswohnungen fast überall deutlich angezogen: Sie entstehen derzeit zunehmend in den Ballungsräumen und Metropolen.

München weiterhin an der Spitze deutscher Großstädte

Enorme Wohnungsmarktunterschiede gibt es nach LBS-Angaben traditionell bei den gebrauchten frei stehenden Einfamilienhäusern, meist in attraktiver Lage, die auf der Beliebtheitsskala ganz oben stehen. An der Preisspitze bundesdeutscher Großstädte erscheint laut LBS-Immobilienpreisspiegel München, wo es mit 850.000 Euro mehr als zehnmal so teuer ist wie in einzelnen ostdeutschen Mittelstädten.

Hinter der bayerischen Landeshauptstadt folgt bei den Großstädten der Südwesten und der Süden mit Wiesbaden (750.000 Euro), Regensburg (650.000 Euro), Stuttgart (610.000 Euro) sowie Heidelberg (580.000 Euro).

Preise im Umland beliebter Metropolen legen zu

Teils noch teurer sind Immobilien im attraktiven Umland der Metropolen. So weist der Münchener Nobel-Vorort Grünwald mit 1,1 Millionen Euro sogar den Rekordpreis auf. Aber auch in Meerbusch sind die typischen Objekte mit 535.000 Euro um 100.000 Euro teurer als in Düsseldorf, in Kronberg mit 680.000 Euro rund 200.000 Euro teurer als in Frankfurt. Spitzenpreise gibt es auch in touristisch geprägten Regionen. So ragt im Voralpenraum Starnberg mit 900.000 Euro heraus, am Bodensee Konstanz und Lindau mit 690.000 beziehungsweise 605.000 Euro.

Moderate Preise in Leipzig, Hannover, Bremen, Dortmund, Essen und Dresden und Berlin

Es gibt aber auch Halbmillionen-Städte, bei denen gebrauchte Einfamilienhäuser relativ günstig zu haben sind. Typische Preise bewegen sich in Leipzig, Hannover, Bremen, Dortmund, Essen und Dresden, aber auch in Berlin in einer Bandbreite zwischen 210.000 und 280.000 Euro.

In manchen Großstädten liegt das Preisniveau noch einmal deutlich niedriger, nicht nur in den neuen Ländern mit Halle und Magdeburg (160.000 bzw. 150.000 Euro), sondern vereinzelt auch im Norden und Westen (Bremerhaven mit 115.000 Euro und Gelsenkirchen mit 170.000 Euro). In den Mittelstädten markiert Weißenfels mit 60.000 Euro das untere Ende der Preisskala.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien, Immobilienpreis

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