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Wohnungspreise in deutschen Metropolen steigen um bis zu 20 Prozent

Stuttgart würde gerne mehr bauen
Bild: Sabine Moosmann ⁄

Die Preise für Wohneigentum in Deutschlands Großstädten sind 2014 weiter angestiegen. Das zeigt das Kaufbarometer des Portals immowelt.de. Nur in fünf der 14 größten Städte blieben die Preise stabil. Die höchsten Anstiege verzeichnen Nürnberg (20 Prozent), Stuttgart (18 Prozent) und Berlin (15 Prozent).

Dass Berlin (3.048 Euro pro Quadratmeter, plus 15 Prozent) dazugehört, dürfte wenig überraschen. Die Wohnungspreise in der Hauptstadt befinden sich immer noch in einer Aufholbewegung, und so lange die Stadt weiter blüht und wächst, wird auch der Boom am Wohnungsmarkt kaum zu bremsen sein. Zum ersten Mal hat der Berliner Quadratmeterpreis in diesem Jahr im Mittel die 3.000 Euro-Grenze geknackt.

Noch größere Anstiege haben Stuttgart (3.074 Euro, plus 18 Prozent) und Nürnberg (2.416 Euro, plus 20 Prozent) erlebt. In Nürnberg wurde der Neubau von Wohnungen lange vernachlässigt und in der Folge das Angebot knapp. Der angestaute Überhang an Nachfrage wird die Preisentwicklung noch eine Weile lang befeuern.

Die Stuttgarter dagegen wollten immer bauen, doch die geographische Lage der Stadt erlaubt es nicht. Neubau von Wohnungen bedeutet in Stuttgart städtische Nachverdichtung und die Erschließung von neuem Bauland.

Exklusives Luxusgut: Wohnraum in München

An der Spitze steht weiterhin München: Hier müssen Käufer seit vielen Jahren am tiefsten in die Tasche greifen. Der Preis pro Quadratmeter ist in der Landeshauptstadt mittlerweile auf einen Median von 5.747 Euro (plus neun Prozent) gestiegen. In den vergangenen fünf Jahren summiert sich der Preisanstieg damit auf 85 Prozent.

Wie abgehoben sich die Situation für Käufer in München darstellt, zeigt auch ein Blick auf die im Ranking unmittelbar nachfolgenden Städte: Sowohl in Frankfurt am Main, Hamburg, Stuttgart und Berlin ist eine Wohnung zu Preisen zwischen 3.000 bis 3.800 Euro pro Quadratmeter (Median) zu haben – in München muss man da noch 2.000 Euro drauflegen.

Top und Flop im Westen: Rhein und Ruhr

Im Westen Deutschlands kristallisieren sich die Städte der Rheinschiene als attraktive Standorte für Wohnungskäufer heraus. In Köln (2.489 Euro, plus elf Prozent) und Düsseldorf (2.679 Euro, plus sieben Prozent) legten die Preise zu. Beide Städte sind im letzten Jahrzehnt durch Zuwanderung gewachsen und erleben eine große Nachfrage nach Wohnraum.

Nicht weit davon entfernt, im Ruhrgebiet, sind Wohnungen noch vergleichsweise günstig zu haben. Dortmund (1.193 Euro, plus vier Prozent) und Essen (958 Euro, minus vier Prozent) haben zwar viel in ihre Modernisierung investiert, doch die Qualität des Angebots variiert stark innerhalb der Städte. Vor allem im Norden bleiben die Probleme des Strukturwandels spürbar.

Dresden und Leipzig: solide gewachsen

In den beiden großen ostdeutschen Städten Dresden (1.866 Euro, plus drei Prozent) und Leipzig (1.252 Euro, +/-0 Prozent) blieben Wohnungskäufer im vergangenen Jahr von großen Preissteigerungen verschont. Ein Blick auf die vergangenen fünf Jahre zeigt aber ein spürbares bis kräftiges Anziehen der Wohnungspreise: In Leipzig haben sich Kaufimmobilien seit 2010 um 25 Prozent verteuert, im grundsätzlich teureren Dresden sind die Preise sogar um 45 Prozent gestiegen.

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise in den 14 deutschen Großstädten waren 50.200 auf immowelt.de inserierte Angebote. Die Preise geben jeweils den Median der im ersten Quartal 2014 und 2015 angebotenen Wohnungen wieder.

Weitere Informationen zu den Kaufpreisen in den 14 größten deutschen Städten finden Sie auf news.immowelt.de.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien

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