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Wohnungspreise in Hannover steigen mit 27 Prozent am stärksten

Altstadt von Hannover
Bild: Frank Radel ⁄

Die Preisanstiege für Eigentumswohnungen in Deutschlands größten Städten fallen in diesem Jahr moderater aus als im Vorjahr. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Immobilienportals immowelt.de. Mit 27 Prozent durchschnittlicher Preissteigerung seit 2013 übertrifft die Entwicklung in Hannover (1.695 Euro pro Quadratmeter) jedoch jede andere Stadt.

Unter Deutschlands größten Städten bleibt auch 2014 die bayerische Landeshauptstadt mit Abstand das teuerste Pflaster für Wohnungskäufer: Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt in München im 1. Quartal 2014 bei 5.474 Euro. Das ist ein Plus von neun Prozent. Auch in Frankfurt am Main und Hamburg müssen Käufer tief in die Tasche greifen: In Frankfurt werden pro Quadratmeter 3.681 Euro verlangt, in Hamburg 3.481 Euro. Während sich der Preisanstieg in Hamburg jedoch verlangsamt hat - Wohnungen wurden dort seit 2013 um fünf Prozent teurer - sind die Angebotspreise in Frankfurt um 19 Prozent gestiegen.

Mittelfeld: Berlin führt an, Dresden rückt auf

Wohnungspreise zwischen 2.000 und 3.000 Euro pro Quadratmeter kennzeichnen das Mittelfeld der Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern, an dessen Spitze Berlin mit 2.825 Euro (+9 Prozent) pro Quadratmeter liegt. Der Wohnungsmarkt der Hauptstadt ist allerdings äußerst heterogen, die Preisspanne reicht von durchschnittlich 1.319 Euro in Hellersdorf bis 4.455 Euro pro Quadratmeter in Mitte.

In Nürnberg, Köln, Stuttgart und Düsseldorf zahlen Käufer im ersten Quartal 2014 zwischen 2.200 und 2.700 Euro, die Preise in diesen Großstädten sind seit dem Vorjahr zwischen vier und zehn Prozent gestiegen. Schon im nächsten Jahr könnten auch die Wohnungspreise in Dresden die 2.000-Euro-Marke knacken: Derzeit werden an der Elbe im Schnitt noch 1.974 Euro verlangt (+6 Prozent). Damit liegt die sächsische Landeshauptstadt preislich über dem ebenfalls deutlich teurer werdenden Leipzig (1.485 Euro, +8 Prozent).

Preise in Hannover steigen um 27 Prozent, Essen Schlusslicht

Mit 27 Prozent durchschnittlicher Preissteigerung seit 2013 übertrifft die Entwicklung in Hannover (1.695 Euro) jede andere Stadt im Kaufbarometer. Dass sich Wohnungen in der niedersächsischen Landeshauptstadt so rasant verteuern konnten, liegt einerseits an den vergleichsweise niedrigen Ausgangspreisen. Gleichzeitig hat sich die Bevölkerungszahl der Stadt, anders als noch vor einigen Jahren erwartet, positiv entwickelt, ohne dass der Wohnungsneubau nachgezogen hätte. Wie auch in anderen Großstädten, steigt die Zahl der Haushalte zusätzlich durch die Zunahme der Einpersonenhaushalte.

Schlusslicht im Kaufbarometer und gleichzeitig die einzige Stadt, in der die Wohnungspreise stabil geblieben sind, ist Essen (1.190 Euro, -1 Prozent). Zwar gibt es innerhalb der Stadt durchaus begehrte Lagen, in denen die Preise steigen, aber das Preisniveau im von Leerstand geplagten Norden drückt den Durchschnittspreis der gesamten Stadt.

Für das Kaufbarometer wurden die Kaufpreise von Wohnungen in deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern untersucht. Verglichen wurden die Kaufpreise von rund 59.200 Wohnungen, die im ersten Quartal 2013 und im ersten Quartal 2014 auf immowelt.de angebotenen wurden.

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