Wohnungsmarkt: Mietpreissteigerung bis in D-Städte messbar

Der Wohnungsmarktindex 2016 von Bulwiengesa übertrifft mit einem Plus von 5,5 Prozent das Vorjahresergebnis (4,8 Prozent) deutlich. Der Teilindex Gewerbemarkt kommt nur auf einen Zuwachs von 1,8 Prozent. Die Preissteigerung bei Wohnungsmieten ist flächendeckend bis in die D-Städte messbar, bei Gewerbeobjekten nur in Verdichtungsräumen. Die Kaufpreise von neuen Reihenhäusern wiederum steigen in A-Städten (8,8 Prozent) stärker als in D-Städten (5,5 Prozent).

Der Bulwiengesa-Gesamtindex stieg um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr über alle Segmente hinweg. Dabei werden seit sechs Jahren Steigerungen von mehr als 3,5 Prozent pro Jahr ermittelt.

Im Neuvermietungsbereich weisen C- und D-Städte die höchsten Zuwächse auf und bei Kaufpreisen für Eigentumswohnungen sind es sogar die D-Städte, die mit einem Plus von 7,9 Prozent die höchste Steigerung aufweisen.

Gewerbemarkt büßt an Dynamik ein

Der Gewerbemarkt hat laut Bulwiengesa im deutschlandweiten Durchschnitt ein wenig von seiner Dynamik eingebüßt. Grund für das verlangsamte Wachstum sei der Einzelhandel. Entgegen der gestiegenen Einzelhandelsumsätze stagnierte das Mietpreiswachstum in den Haupt-Einkaufsstraßen bei 0,1 Prozent. Ähnlich in städtischen Nebenlagen.

Treiber des gewerblichen Immobilienindex sind der Studie zufolge Büromieten (2,9 Prozent) und Gewerbegrundstückspreise (3,8 Prozent). Büromieten und Gewerbegrundstückspreise steigen in A-Städten (4,6 beziehungsweise 5,1 Prozent) deutlich stärker als in anderen Städten. Für die Büromieten pendeln die Werte in den B- und D-Standorten zwischen 1,1 und 1,4 Prozent, die Kaufpreise bei Gewerbegrundstücken stiegen zwischen 2,1 und 2,3 Prozent.

Was kommt 2017?

Für 2017 rechnet Bulwiengesa damit, dass sich die Beschäftigtenentwicklung weiter positiv entwickeln wird, wovon Immobilien in Kernstädten über alle Marktsegmente hinweg profitieren könnten. Zudem sorge die Niedrigzinspolitik noch immer für eine Verknappung renditeträchtiger Anlageformen, was weiterhin zu einer Entkopplung von Investment- und Mietmärkten und steigenden Preisen führen werde.

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