| GBI-Hochschulranking

Wohnungsmarkt für Studenten in München am stärksten angespannt

Technische Universität Campus Garching: Die Wohnungssituation in München im Wintersemester ist extrem angespannt
Bild: Peter von Bechen ⁄

Der Wohnungsmarkt für Studenten ist in München, Hamburg und Frankfurt am Main extrem angespannt. Zu diesem Ergebnis kommt der Projektentwickler GBI, der zum laufenden Wintersemester 81 deutsche Hochschulstandorte untersucht hat. Am stärksten betroffen sind die Münchner Studenten.

"München erreicht 76 von maximal 100 möglichen Punkten", erklärt Dr. Stefan Brauckmann, Leiter Research der GBI AG, "das ist ein extrem hoher Anspannungswert." Es komme von fast allen 22 untersuchten Einflussfaktoren, wie Miethöhen oder die Neuvermietungsentwicklung, maximaler Druck. In ihrer Verzweiflung sind Studenten in München bereit, für ein kleines, unkomfortables Zimmer in einer Wohngemeinschaft durchschnittlich fast 500 Euro im Monat zu zahlen.

Nach München ist die Lage in Hamburg am schlimmsten (72 Punkte), vor Frankfurt (70,5 Punkte) und Köln (65 Punkte). Weitere Großstädte unter den Top 10 sind Köln (4. Platz, 65 Punkte), Stuttgart (8. Platz, 56,5 Punkte) und Berlin (9. Platz, 55,5 Punkte). Von den Mittelstädten sind Heidelberg (Platz 5, 62 Punkte), Konstanz (Platz 6, 57,5 Punkte), Freiburg (Platz 7, 56,5 Punkte), Tübingen (Platz 10, 54 Punkte) und Darmstadt (Platz 11, 54 Punkte) am härtesten betroffen. 

Brauckmann sieht die ersten rund 25 Städte im kritischen Bereich. Hier würden Angebot und Nachfrage bezüglich kleiner Apartments so spürbar auseinander driften, dass auch in Zukunft ein deutlicher Mangel herrschen werde. Nicht nur die kurzfristigen Effekte wie das Doppel-Abitur einiger Bundesländer sorgten hier für eine hohe Wohnungsnachfrage, sondern ein langfristig stabiler Zulauf der Studierenden. Für die angespannte Situation sorge etwa auch der steigende Anteil ausländischer Studierender.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Studentenwohnung, Hochschule

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