05.09.2013 | IW-Studie

Wohnungsleerstand wird auch in Städten zum Problem

Studie: Leerstand bedroht viele Städte
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Wohnungsleerstand wird für den Wohnungsmarkt immer bedrohlicher. Das zeigen Berechnungen des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft. Dabei betrifft das Problem nicht nur ländliche Regionen im Osten, sondern zunehmend auch Großstädte im Westen.

Nur 15 Millionen der 80 Millionen Bundesbürger leben in Regionen, in denen das Wohnen in den vergangenen Jahren teurer geworden ist. Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelt. Die Experten kommen zu dem Schluss, dass die Nachfrage am Wohnungsmarkt weiter sinken wird. Grund dürfte vor allem ein Rückgang der Bevölkerung sein. Zudem ziehe es immer mehr Menschen, insbesondere die ältere Generation, vom Land in die Stadt. Selbst wenn der Bedarf an Wohnraum bis zum Jahr 2030 auf dem heutigen Niveau bliebe, werde die Nachfrage in 240 der 420 vom IW untersuchten Landkreise und kreisfreien Städte zurückgehen.

Betroffen wären auch Metropolen wie Essen oder Dortmund. Am härtesten träfe die Entwicklung allerdings Regionen in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Besonders stark nachgefragt wären nicht etwa Berlin oder Hamburg, sondern das Münchner Umland, also Erding, Ebersberg, Dachau und Freising.

"Im Jahr 2050 wird der Gipfel bei der Wohnungsnachfrage auf jeden Fall überschritten sein - selbst bei jährlich 200.000 Zuwanderern aus dem Ausland und einem weiteren Anstieg der Pro-Kopf-Nachfrage", sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. Der zunehmende Leerstand lasse sich auch durch vergünstigte Mieten nicht kompensieren.

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