05.10.2015 | Patrizia

Europäischer Wohnungsmarktbericht: Wohnraummangel eine der größten Herausforderungen

Seit der Finanzkrise ist die Preisentwicklung in Europa volatiler geworden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Bewältigung des Wohnraummangels in den urbanen Zentren gehört mit zu den größten Herausforderungen auf den europäischen Wohnungsmärkten. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle europäische Wohnungsmarktbericht der Patrizia Immobilien AG, der heute auf der Expo Real vorgestellt wurde.

Zwar verzeichnete im Jahr 2014 rund die Hälfte der europäischen Länder zum ersten Mal seit 2010 einen Anstieg des Neubauvolumens. Doch während in Dänemark und Schweden das Volumen bereits seit 2013 anhaltend steigt, liegt das Niveau der Neubautätigkeiten in Spanien, Italien und Irland noch fast 80 Prozent unter dem Volumen aus dem Jahr 2000.

Auch die Zeiten der längerfristigen, gut abschätzbaren Preiszyklen bei Hauspreisen seien vorbei, heißt es in dem Bericht. Seit der Finanzkrise ist die Preisentwicklung in Europa laut Patrizia deutlich volatiler geworden, die Preise haben vier Mal die Richtung geändert. Die mittelfristige Prognose der Hauspreisentwicklung sei damit deutlich schwieriger geworden.

Performance nach Land sehr unterschiedlich

Außerdem ist die Performance der Wohnungsmärkte je nach Land sehr unterschiedlich. Seit der Jahrtausendwende verzeichneten Großbritannien und Schweden die höchsten jährlichen Total Returns mit zwölf beziehungsweise zehn Prozent pro Jahr.

Mit fünf bis sieben Prozent war der Total Return in Deutschland, Österreich und den Niederlanden gut halb so hoch, er bestand aber zum weitaus größten Teil aus laufenden Mieterträgen.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsmarkt, Expo Real

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