02.07.2012 | CBRE

Wohnportfolio-Investments rund 170 Prozent über Vorjahreswert

In Berlin sind auch Wohnungsunternehmen auf der Suche nach Investments
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im 1. Halbjahr 2012 wurden nach Analyse des Immobilienberaters CBRE Wohnpakete beziehungsweise Wohnanlagen ab 50 Einheiten im Wert von rund sieben Milliarden Euro gehandelt. Damit lag das bundesweite Transaktionsvolumen um den Faktor 1,7 über dem vergleichbaren Vorjahreswert.

„Der deutsche Wohnungsmarkt gilt unter Investoren als einer der sichersten Investmentmärkte weltweit", sagt Konstantin Lüttger, Head of Residential Investment bei CBRE in Deutschland. Dies unterstreiche die sehr hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien über alle Investorengruppen hinweg, wenngleich der Markt von den institutionellen Investoren dominiert werde, die mit Milliardeninvestments große Wohnungsbestände übernehmen.

Dass der Knoten im Non-Core-Segment noch nicht geplatzt ist, liegt nach Einschätzung von Lüttger auch daran, dass im dynamischen Wohninvestmentmarkt die (zu) hohen Preisvorstellungen der Verkäufer und die opportunistischer Investorengruppen weiter auseinander driften. Doch rechnet CBRE damit, dass bis zum Jahresende notleidende Wohnungspakete mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Millionen Euro am Markt gehandelt werden.

Berlin bleibt Investmentstandort Nummer 1

Unangefochtener Investmentstandort Nummer Eins bleibt Berlin. Hier wurden im ersten Halbjahr bereits mehr als zwei Milliarden Euro bei Portfolioverkäufen umgesetzt, nach rund 2,3 Milliarden Euro im gesamten Jahr zuvor. „Aufgrund einiger kleinerer Portfolien mit 1.500 bis 6.000 Wohneinheiten, die aktuell in Berlin angeboten werden, gehen wir von einem Volumen von mindestens 3,5 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2012 alleine für die Bundeshauptstadt aus", sagt Michael Schlatterer, Team Leader Residential Valuation bei CBRE in Berlin. "Nimmt man noch die geschätzten rund vier Milliarden Euro Investmentvolumen beim Verkauf von Single Assets hinzu, könnten in Berlin bis zum Jahresende mehr als 7,5 Milliarden Euro an Zinshäusern umgesetzt werden, nach rund 5,5 Milliarden Euro im Vorjahr.“ Während die Kaufpreise für Wohnpakete insgesamt auf hohem Niveau stabil geblieben sind, zeigt sich in Berlin die Tendenz zu weiter leicht steigenden Preisen. Auf Käuferseite treten zudem verstärkt die kommunalen Wohnungsgesellschaften auf.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsportfolio, Investition, Wohnungsmarkt

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