03.04.2014 | Savills

Wohnportfolio-Investments an kleineren Standorten liegen im Trend

Portfoliodeals: Kiel führt die Rangliste an
Bild: Erich Westendarp ⁄

Im ersten Quartal 2014 flossen 4,9 Milliarden Euro in deutsche Wohnungsportfolios und damit dreieinhalb Mal so viel wie im ersten Quartal 2013. Im Trend: Die stärkere Partizipation von Städten abseits der großen Ballungsräume. So zählte Berlin erstmals seit Jahren nicht mehr zu den fünf umsatzstärksten Standorten. Stattdessen führen Kiel (ca. 15.100 gehandelte Einheiten), Bremen (ca. 10.200 Einheiten) und Mönchengladbach (ca. 6.100 Einheiten) die Rangliste an.

Für die beiden größten Deals zeichnete die Deutsche Annington verantwortlich, die für 1,4 Milliarden Euro 30.000 Einheiten von der Vitus-Gruppe sowie das Dewag-Portfolio mit 11.500 Einheiten für knapp eine Milliarde Euro übernahm. Drittgrößte Transaktion im ersten Quartal war der Kauf des DGAG-Portfolios durch die zur Immofinanz gehörende Buwog (ca. 0,9 Mrd. Euro). Allein auf diese drei Transaktionen entfielen zwei Drittel des Quartalsumsatzes.

Insgesamt vierzig Pakete wechselten in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres den Besitzer, acht weniger als im Vorjahresquartal. Im Durchschnitt umfassten diese Portfolios knapp 2.400 Einheiten und waren damit fast fünf Mal so groß wie in der Vergleichsperiode. Etwa 95.500 Wohnungen wechselten im Rahmen dieser Verkäufe den Besitzer – etwa vier Mal so viele wie im ersten Quartal 2013. Für die kommenden Quartale ist davon auszugehen, dass die Transaktionen im Durchschnitt wieder deutlich kleiner sein werden als zu Jahresbeginn.

Immobilien-AGs waren mit einem Ankaufsvolumen von etwa 2,9 Milliarden Euro die größte Käufergruppe. Mit großem Abstand folgen Wohnungsbaugesellschaften (ca. 0,9 Mrd. Euro) sowie Spezialfonds und andere Fonds- und Asset-Manager (jeweils ca. 0,1 Mrd. Euro). Drei Viertel des gesamten Transaktionsvolumens entfiel auf einheimische Käufer und damit exakt derselbe Anteil wie im gesamten Vorjahr.

Auf Verkäuferseite dominierten US-amerikanische Investoren mit einem Anteil von 41 Prozent, wobei es sich vor allem um Private-Equity-Investoren handelte. Unabhängig von ihrer Herkunft waren Private-Equity-Fonds die größte Verkäufergruppe mit einem Verkaufsvolumen von etwa 1,1 Milliarden Euro, dicht gefolgt von Immobilien-AGs / Reits (ca. 1,0 Mrd. Euro).

Wohnungsportfoliomarkt im 1. Quartal 2014 im Überblick

 

2014 Q1

2013 Q1

Veränderung

Zahl der gehandelten Portfolios
darunter ab 1.000 Einheiten

40
10

48
7

- 17 %

Zahl der gehandelten Einheiten

95.470

24.410

+ 291 %

Einheiten je Portfolio

2.387

509

+ 369 %

Transaktionsvolumen

€4,90 Mrd.

€1,43 Mrd.

+ 243 %

Transaktionsvolumen je Einheit

€51.300

€58.600

- 12 %

Aktuell

Meistgelesen