Auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt wurden laut Dr. Lübke & Kelber Research 2016 nur noch Wohnungen für 13,88 Milliarden Euro gehandelt. Im Jahr zuvor war das Gesamtvolumen mit 23,5 Milliarden Euro fast doppelt so hoch. Ein neuer Trend waren 2016 vermehrte Transaktionen von Projektentwicklungen. Laut JLL betraf jeder vierte Deal ein Projekt, NAI Apollo kommt auf einen Anteil von 22 Prozent. Unter den ausländischen Investoren waren Chinesen am aktivsten.

Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag das Transaktionsvolumen bei Projektentwicklungen laut Savills lediglich bei elf Prozent. Die höhere Anzahl an Projektentwicklungskäufen habe auch zu einem Anstieg des Preisniveaus geführt.

Lag der durchschnittliche Preis je Wohnung vor Jahresfrist noch bei 70.600 Euro, waren es dem Gewerbemakler zufolge zum Jahresende 2016 bereits rund 92.400 Euro. Das entspricht einem Anstieg um 31 Prozent.

Verändertes Angebot: Verschiebung auf Seiten der Investoren

Die Immobilien-AGs waren die vergangenen Jahre die mit Abstand aktivsten Käufer, doch laut Savills übernahmen Spezialfonds zuletzt die Spitzenposition. Auch im laufenden Jahr dürften laut Savills Projektenwicklungsankäufe eine wesentliche Rolle spielen. Gründe:

„Große Wohnungspakete wanderten in den letzten Jahren vor allem in die Portfolios der großen Wohnimmobilien- AGs“, sagt Matthias Pink, Director und Head of Research bei Savills Germany. Vor diesem Hintergrund rechnet Savills für 2017 mit einem Transaktionsvolumen von erneut etwa zehn Milliarden Euro.

Laut einer Umfrage von Reuckerconsult im Auftrag von Engel & Völkers Investment Consulting wollen 57 Prozent der institutionellen Anleger im Jahr 2017 den Wohnimmobilienanteil erhöhen.

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