10.06.2015 | Aengevelt

Wohninvestment-Index AWI sinkt auf 66,7 Punkte

Im Frühjahr lag der Index deutlich unter dem Höchststand vom Herbst 2012
Bild: Tim Reckmann ⁄

Der Wohninvestment-Index AWI sinkt in der Frühjahrsbefragung auf 66,7 Punkte nach 67,2 Punkten in der Winterbefragung 2014/15. Er zeigt damit zwar unverändert einen Vermieter- und Eigentümermarkt mit überdurchschnittlichem Miet- und Kaufpreisniveau an, nähert sich aber allmählich dem Marktgleichgewicht. Dieses liegt zwischen 40 bis 60 Punkten.

Wie bereits in der Winterbefragung vollzog sich der Rückgang des AWI dabei nicht über alle Wohnlagen: In guten Lagen stellt er sich wie im Winter auf 67,1 Punkte, er liegt damit deutlich unter dem Höchststand im Herbst 2012 (80,8 Punkte).

In einfachen Lagen sank der AWI nach einem leichten Zuwachs im Winter nun wieder um einen Punkt auf 59,7 Punkte und liegt damit erstmals seit Winter 2012/13 (58,5 Punkte) wieder im Marktgleichgewicht. In mittleren Wohnlagen sank der AWI sogar zum fünften Mal, diesmal um 0,8 Punkte, auf nun 71 Punkte.

Mietwohnungsmarkt

"Die Entwicklung insgesamt und nach Lagen weist auf das Ende überdurchschnittlicher Mieterhöhungsspielräume hin, zumal in einigen Lagen entweder ein einkommensbedingter Mietpreisdeckel erreicht ist oder bei den Bestandsmieten die Erhöhungsspielräume bereits ausgeschöpft sind", so Michael Fenderl, Leiter Aengevelt-Research.

Das bestätigen auch die Befragungsergebnisse hinsichtlich der Mietpreisentwicklung: Nur noch 48 Prozent der Befragungsteilnehmer (Winter 2014/15: 53 Prozent) rechnen mit weiter steigenden Mieten. Der Rückgang vollzieht sich dabei über alle Lagen: In mittleren Lagen erwarten dies 57 Prozent (Winter 2014/15: 61 Prozent), in guten Lagen 53 Prozent (Winter 2014/15: 55 Prozent) und in einfachen Lagen sind es nur noch 34 Prozent (Winter 2014/15: 43 Prozent).

Ungeachtet der zum Teil rückläufigen Tendenzen, rechnen lediglich fünf Prozent der Befragten mit einem Rückgang der Mieten (Winter 2014/2015: vier Prozent), am ehesten noch in guten Lagen (sieben Prozent). Gleichzeitig würden aufgrund von Wohnungsknappheit Substandards zu hohen Mietpreisen akzeptiert und zudem anstehende oder notwendige Sanierungen oftmals von Bestandshaltern zurückgestellt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien

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