Häuser und Wohnungen sind 2017 noch einmal deutlich teurer geworden. Und "die Preise steigen weiter", sagte Peter Ache, Geschäftsstellenleiter des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse. Grund sind nach wie vor die niedrigen Zinsen und das knappe Bauland. Das wiederum betrifft nicht mehr nur die Großstädte, auch auf dem Land müssen Bürger für Wohneigentum tiefer in die Tasche greifen.

Auf Basis der vorliegenden Kaufverträge schätzt Ache, dass im vergangenen Jahr bis zu 250 Milliarden Euro für Wohnungen, Häuser, Grundstücke und Gewerbeimmobilien bezahlt wurden. Das wären rund neun Prozent mehr als 2016, obwohl die Zahl der Kaufverträge zwischen 900.000 und einer Million stagniert. 2016 wechselten nach den amtlichen Daten Immobilien für 237,5 Milliarden Euro den Eigentümer.

Auch auf dem Land werden dem Immobilienfachmann zufolge Häuser nun vielerorts teurer. Denn die Preise seien noch vergleichsweise gering. Sorgen vor einem Kollaps des Marktes sind aus Sicht der Gutachter unbegründet. "Die Kreditvergabe ist in Deutschland ordentlich reglementiert. Da wird die Welt nicht zusammenbrechen", sagt Ache.

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