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Erstbezugsmieten legen im Bundesschnitt um knapp fünf Prozent zu

Die höchsten Mietanstiege bei Bestandswohnungen gab es 2012 in Bremen
Bild: Jens Bembennek ⁄

Mieten und Kaufpreise von Wohnimmobilien steigen weiter, wenn auch nicht mehr ganz so schnell. In 2012 legten die Erstbezugsmieten im Schnitt um 4,8 Prozent zu, wie eine Studie der HSH Nordbank zeigt. Die Mieten im Bestand stiegen um 3,6 Prozent.

Für die 14 untersuchten Städte Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Kiel, Köln, Leipzig, München, Potsdam, Rostock, Schwerin und Stuttgart zeigt die Bank in der Studie "Marktkonferenz Wohnimmobilien Sommer 2013" die lokalen Entwicklungen sowie die Trends der jeweiligen Wohnimmobilienmärkte auf.

Mieten und Marktwerte steigen weiter

Der Anstieg der Kauf- und Mietpreise setzte sich im vergangenen Jahr fort und der Trend wird, wenn auch mit abnehmenden Zuwachsraten, in den kommenden Jahren anhalten. So legten die Erstbezugsmieten 2012 im Bundesdurchschnitt um 4,8 Prozent zu. Die Mieten im Bestand stiegen um 3,6 Prozent. Noch deutlicher fiel das Plus in den Ballungszentren aus, wo der Nachfrageüberhang besonders stark wirkt. Hier lag das Wachstum im Erstbezug bei durchschnittlich 6,0 Prozent. Bestandsmieten lagen um 4,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Die höchsten Mietanstiege bei Bestandswohnungen gab es 2012 in Bremen (+8,7 %), Düsseldorf (+8,3 %) und Stuttgart (+5,2 %).

Sinkender Leerstand bei anziehender Bautätigkeit

Für die kommenden Jahre sieht die HSH Nordbank nachlassende Nachfrageimpulse und zunehmenden Zubau, so dass sich das Mietwachstum auf Sicht abschwächen dürfte. Auch bei den Wertzuwächsen von Mehrfamilienhäusern in Großstädten erwarten die Autoren der Studie einen Rückgang.

Das Jahr 2012 markierte einen Höchststand in der Zuwanderung. Mit 370.000 Menschen war der Nettozuzug so hoch wie seit 1995 nicht mehr. Die Bevölkerungszahl wuchs damit um 0,4 Prozent und die Wohnungsnachfrage legte bundesweit um 0,45 Prozent zu. Da die Bautätigkeit ebenfalls bei 0,45 Prozent lag, wurde die Nachfrage auf Bundesebene gedeckt. Der Leerstand stagniert hier bei 3,4 Prozent.

In den Großstädten gelingt dies nicht, da die Wohnraumnachfrage hier um 0,8 Prozent anstieg. Der Leerstand ging somit weiter zurück auf nunmehr nur noch 1,8 Prozent. In einzelnen Städten wie München (0,4 %), Hamburg (0,5 %) und Frankfurt/Main (0,7 %) liegt die Leerstandsrate sogar unter der
1–Prozent-Marke.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Mietpreis, Wohnimmobilien

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