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Wohnimmobilien in zwölf von 15 Städten weltweit überbewertet

Das Risiko einer Immobilienblase ist in London und Hongkong am ausgeprägtesten
Bild: Gisela Peter ⁄

Seit 1998 haben sich die Immobilienpreise in vielen Städten mehr als verdoppelt. Die Wohnimmobilienmärkte weltweit sind in den meisten untersuchten Städten überbewertet, unter anderem in Frankfurt am Main. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie von UBS Chief Investment Office Wealth Management. Das Risiko einer Immobilienblase ist in London und Hongkong am höchsten.

In Sydney, Vancouver, San Francisco und Amsterdam deuten Abweichungen von der langfristigen Norm auf deutlich überbewertete Wohnimmobilienmärkte hin. Auch in Genf, Zürich und Paris sind die Bewertungen überzogen. Dasselbe gilt, wenn auch zu einem geringeren Grad, für Tokio und Singapur. New York und Boston weisen im historischen Vergleich eine faire Bewertung auf, während Chicago unterbewertet ist.

Der "UBS Global Real Estate Bubble Index" misst das Risiko einer Immobilienblase anhand wiederkehrender Muster in ausgewählten globalen Finanzzentren. Folgende Klassifizierungen kommen zum Einsatz: Baisse ("depressed"), unterbewertet ("undervalued"), fair bewertet ("fair-valued"), überbewertet ("overvalued") und Blasenrisiko ("bubble-risk").

Die Analyse wird durch einen Vergleich des aktuellen Verhältnisses zwischen Kaufpreis und Einkommen beziehungsweise Kaufpreis und Mietzins-Niveau ergänzt. "In Hongkong, London, Paris, Singapur, New York und Tokio haben sich die Wohnimmobilienpreise am stärksten von den lokalen Einkommen entkoppelt", sagt Matthias Holzhey, Ökonom bei UBS CIO WM. In diesen Städten übersteigt der Kauf einer 60 Quadratmeter großen Wohnung das Budget der meisten Menschen.

Schlagworte zum Thema:  Wohnimmobilien, Immobilienblase

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